Stiftung unterstützt Kasseler Hospizarbeit

Kassel, 16. September 2003. Regierungspräsident Lutz Klein überreicht dem Vorstand der neu gegründeten „Hospizstiftung Kassel“ in einer kleinen Feierstunde am 17. September die Stiftungsurkunde. Die Stiftung hat es sich laut ihrer Satzung zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe der durch das Stiftungsvermögen erzielten Erträge die ambulante Hospizarbeit, sowie den Erhalt und den weiteren Ausbau des stationären „Hospizes Kassel“ finanziell sichern zu helfen.

Die Hospizstiftung, deren Anfangsvermögen durch die drei Kasseler Kirchenkreise erbracht worden ist, bemüht sich zu diesem Zweck um Zustiftungen. Dies soll durch eine effektive Öffentlichkeitsarbeit und ein wirksames Sponsoring geschehen.

Der zu fördernde Hospizgedanke, Schwerstkranke und Sterbende auf ihrer letzten Wegstrecke zu begleiten, wird in Kassel durch den 1995 gegründeten Hospizverein Kassel e.V. mit seinen professionellen wie ehrenamtliche Kräften und in Kooperation mit vielen sozialen und kirchlich engagierten Institutionen auf drei Wegen praktisch umgesetzt.

Einem oft geäußerten Wunsch, in der häuslichen Umgebung sterben zu können, trägt der ambulante Hospizdienst des Hospizvereins Rechnung. In Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Kassel und dem Caritasverband Kassel e.V. und in enger Zusammenarbeit ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer mit Pflegediensten, Hausärzten und Seelsorgern werden schwerkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen Hilfe und Begleitung angeboten.

Die Vermittlung erfolgt durch die Hospiz-Beratungsstelle 34117 Kassel, Die Freiheit 2, (montags bis freitags 9-12 Uhr) Tel.: 0561/7004-161 oder 162, die allen Bürgern in der Region Kassel offen steht. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen beraten die Betroffenen und ihre Angehörigen und informieren über entsprechende Hilfsangebote.

Das 2000 an der Konrad-Adenauer-Strasse in Kooperation mit der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen e.V. Hofgeismar eröffnete stationäre Hospiz Kassel will insbesondere solchen Schwerstkranken ein gastfreundliches Zuhause bieten, deren Pflege im Krankenhaus nicht mehr sinnvoll und möglich ist und in der häuslichen Umgebung nicht mehr gesichert werden kann. Examinierte Krankenpflegekräfte, Ärzte, Seelsorger und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Hospizvereins wirken hier interdisziplinär zusammen, um Leiden und Schmerzen zu lindern und die letzte Lebensphase so bewusst wie möglich zu gestalten. Aufgenommen werden hier Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder wirtschaftlicher und sozialer Situation. Dies gilt für alle Angebote des Hospizvereins Kassel.

Vorsitzender der Stiftung und zugleich Vorsitzender des Hospizvereins Kassel e.V. ist Dekan Dr. Eberhard Schwarz. Die weiteren Mitglieder im Stiftungsvorstand sind: Meinolf Schaefers (stellv. Vors.), Geschäftsführer des Caritas-Verbandes, Barbara Heinrich, geschäftsführende Dekanin des Gesamtverbandes der Evangelischen Kirchengemeinden Kassel, Ernst Rautenkranz, Bankdirektor i.R. und Wolfgang Rossbach, Journalist.