291 Kirchenvorsteher werden in ihre Ämter eingeführt

Kassel, 12. November 2007. Die neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher der derzeit noch 31 evangelischen Kirchengemeinden in Kassel werden und wurden an den Sonntagen im November und am ersten Advent in den Gottesdiensten in ihre Ämter eingeführt. Insgesamt 291 Laien - Männer und Frauen - werden in den nächsten sechs Jahren die Gemeinden "in gemeinsamer Verantwortung mit den Pfarrern" leiten. So fordert es die Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Den Kirchenvorständen obliegen geistliche Aufgaben, wie die Mitgestaltung der Gottesdienste aber auch Verwaltungsaufgaben, wozu die Vertretung der Kirchengemeinde nach innen und nach außen wie auch die Verwaltung des Gemeindevermögens zählt.
In den Einführungsgottesdiensten werden auch die scheidenden Kirchenvorsteher verabschiedet. "Ihnen allen danken wir für ihr langjähriges Engagement", so Barbara Heinrich, geschäftsführende Dekanin beim Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel.

Strukturelle Aufgaben stehen an
"Den Männern und Frauen, die dieses kirchliche Ehrenamt für die nicht gerade kurze Zeit von sechs Jahren übernehmen, gilt schon jetzt unser Dank. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen für einen so langen Zeitraum einer freiwilligen Verantwortung und verbindlichen Mitarbeit stellen, zumal die Herausforderungen der nächsten Jahre enorm sind", so Heinrich. Weitere strukturelle und finanzielle Aufgaben stünden zusätzlich zu dem in der Grundordnung festgeschriebenen Auftrag an. Beispielsweise stehe der Gebäudebestand auf dem Prüfstand und einige Gemeinden bereiteten sich auf Zusammenschlüsse vor.

Drei neue Gemeinden entstehen
Bereits zum 1. Januar 2008 schließen sich neun Kirchengemeinden zu drei neuen Gemeinden zusammen, so dass zum Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel dann 25 Kirchengemeinden gehören. Folgende Gemeinden fusionieren:
Die Kirchengemeinden der Martinskirche, Karlskirche, Lutherkirche und Unterneustadt zur Kirchengemeinde Kassel-Mitte, die Kirchengemeinden Rothenditmold und Auferstehungskirche zur Philippus-Kirchengemeinde und die Kirchengemeinden Marienkirche, Jakobuskirche und Immanuelkirche zur Trinitatis-Kirchengemeinde.

Hintergrund
Zwei Drittel der 291 Sitze wurden bei den Kirchenvorstandswahlen am 30. September durch direkte Wahl vergeben. Die übrigen Mitglieder wurden auf Vorschlag der Gemeinden durch den Stadtkirchenkreisvorstand berufen. Zu den Kirchenvorständen gehören auch Personen von Amtswegen wie Pfarrer und Dekane.
Bei den Kirchenvorstandswahlen im Jahr 2001 wurden noch 345 Kirchenvorsteher bestimmt. 14 Kirchengemeinden haben für die neue Amtperiode die Sitze in ihren Kirchenvorständen reduziert. Einer der Gründe ist, dass die Gremien nach den Zusammenschlüssen am 1.1.2008 eine arbeitsfähige Größe haben sollen. Den größten Kirchenvorstand wird dann die Trinitatis-Gemeinde mit 24 Sitzen stellen, die kleinsten Kirchenvorstände stellen die Gemeinden Mattenberg/Stephanuskirche und die Brüderkirche mit sechs Mitgliedern.