Juden und Christen laden zum gemeinsamen Gedenken ein

Kassel, 6. November 2008. Am Montag, 10. November, um 19 Uhr, gedenken Juden und Christen gemeinsam in der Kasseler Synagoge, Bremer Straße 3, der Opfer der Pogrome vor 70 Jahren. Stadtdekanin Barbara Heinrich (ev. Kirche), Dechant Harald Fischer (kath. Kirche) und Rabbiner Shlomo Freyshist (Jüdische Gemeinde) werden nach dem jeweiligen Ritus ihrer Konfession bzw. Religion Psalmen singen und lesen. Außerdem wird ein jüdisches Totengebet gebetet.

Bereits zum zweiten Mal findet diese gemeinsame Gedenkveranstaltung in Kassel statt. "Dass Kasseler Juden und Christen gemeinsam in die Synagoge einladen, um der Opfer der Pogrome der Nationalsozialisten zu gedenken, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Versöhnung", sagt Barbara Heinrich, Stadtdekanin des Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel. "Dass wir diesen Gedenktag erstmalig im vergangenen Jahr gemeinsam begehen konnten, zeigt, dass wir noch viel Zeit zur Aufarbeitung dieser schrecklichen Zeit brauchen", so Heinrich.

Veranstalter der Gedenkveranstaltung sind die Jüdische Gemeinde Kassel, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Kassel sowie die Evangelische und Katholische Kirche in Kassel.