"Wunden heilen langsam" - 25 Jahre nach Tschernobyl

Kassel, 20. April 2011. Mit einer Ausstellung in der Kasseler Versöhnungskirche erinnert die Evangelische Kirche an die Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren. Unter dem Titel "Wunden heilen langsam" werden Aquarell-Bilder des Hobbymalers Dietrich Wegner aus Semmenstedt gezeigt. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 27. April, um 19 Uhr, eröffnet.

Am 26. April jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine zum 25. Mal. Bis heute leben zwei Millionen Menschen auf verstrahltem Boden, darunter 500.000 Kinder. Wunden heilen langsam“ so heißt die Ausstellung, die dem Leben der Menschen, vor allem der Kinder in dieser Region gewidmt  ist. Dr. Dietrich Wegner hat das Schicksal dreier Mädchen, die er im Kindererholungsheim Nadeshda in Weißrussland getroffen hat, in Aquarell-Bildern einfühlsam festgehalten. „Diese Bilder bringen dem Betrachter die Realität von Tschernobyl nahe, wie es kaum ein wissenschaftlicher Bericht könnte“, sagt Dekanin Barbara Heinrich vom Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel. „Wir hoffen, dass mit der Ausstellung, der Blickwinkel der betroffenen Kinder und die Auswirkungen der Katastrophe präsent bleiben und die Hilfsbereitschaft verstärkt.“

Begleitend zur Ausstellung  findet am Sonntag, 8. Mai, um 10 Uhr, in der Versöhnungskirche ein Gottesdienst mit Dekanin Barbara Heinrich statt.

Versöhnungskirche Kassel, Hummelweg 50
27. April bis 15. Mai
geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr

Ein Projekt der Tschernobyl-Initiative Schöppenstedt - Außenstelle Kassel, des Evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel, der Kirchengemeinde Versöhnungskirche, der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Fördervereins "Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not".

Der Künstler:
Dr. Dietrich Wegner, Semmenstedt (Kreis Wolfenbüttel), ist Tierarzt und Hobbymaler. Mit Handwerkern der Männerarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Braunschweig besuchte er  2001 das Kindererholungsheim Nadeshda in Weißrussland und skizzierte dort Bilder von Kindern und Erwachsenen, die er dort traf.