Gedenkveranstaltungen: Novemberpogrome 1938

Die sogenannte Reichspogromnacht jährt sich in diesem Jahr zum 77. Mal. Sie fand in Kassel bereits zwei Tage früher als im übrigen Deutschland statt, nämlich am 7. November 1938. Zwei Gedenkveranstaltungen finden dazu in Kassel statt:  

Am Samstag, 7. November, um 22 Uhr gibt es ein Friedensgebet in der Kasseler Martinskirche. Zum Gedenken an die Opfer des Judenpogroms läutet die große Osanna-Glocke kurz vor 22 Uhr. Die Ausschreitungen vor 77 Jahren begannen zur selben Uhrzeit. Liturg ist Pfarrer Dr. Willi Temme, Musik bringt Kantor Eckhard Manz an der Orgel zu Gehör.

Am Sonntag, 8. November, findet um 18 Uhr im Bürgersaal im Kasseler Rathaus eine Gedenkfeier mit dem Künstler Horst Hoheisel statt:

Erinnerung im Jetzt - Kunst der Erinnerung. Die Erinnerung der Kunst
Der Künstler Horst Hoheisel stellt ausgewählte Denkmalprojekte vor:
Erinnerung im Jetzt: Der Aschrott-Brunnen in Kassel
Das Gedächtnis der Gleise: Die Denkmalsammlung und ein neues Projekt im Kasseler Kulturbahnhof
Wachsen mit Erinnerung: Die Synagogen in Eberswalde und Kassel

Musik:
„Juda wohnt unter den Völkern und findet keine Ruhe.“ (Klagelieder Jeremias 1,3)
Jochen Faulhammer (Gesang) und Thomas Pieper (Orgel) stellen einen Dialog her zwischen christlichen Vertonungen von Texten aus der Hebräischen Bibel und synagogaler Musik aus der jüdischen Reformbewegung, die Elemente christlicher Musiktradition aufgreift.

Veranstalter:
Gesellschaft für Christliche-Jüdische Zusammenarbeit Kassel in Kooperation mit: Stadt Kassel, Evangelischer Stadtkirchenkreis Kassel, Katholisches Stadtdekanat Kassel, vhs Region Kassel, Deutsch-Israelitische Gesellschaft Kassel, Gedenkstätte Breitenau und Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“