Denkmale für Rasengräber

Die Rasengräber auf acht Kasseler Friedhöfen sind mit zentralen Denkmalen versehen worden. Das letzte Denkmal wurde jüngst auf dem Nordfriedhof errichtet.  

Künstlerisch gestaltet
Die 1,70 Meter große Skulptur hat der Kunstschmied Michael Possinger aus Guxhagen geschaffen. Dazu hat er mehrere alte, helle Grabmale aufgeschnitten und diese zu einer Säule aufgeschichtet, die von einer großen, rustikal geschmiedeten Stahlklammer zusammengehalten wird. „Die unterschiedlichen Formen und Größen der einzelnen Elemente stehen symbolisch für die Verschiedenartigkeit der Menschen, die hier begraben wurden. Die Metallklammer hält alle zusammen“, sagt Jürgen Rehs, Leiter der Friedhofsverwaltung Kassel.

Reihe der Denkmal ist nun komplett
Mit der Installation des Werkes auf dem Nordfriedhof im Kasseler Stadtteil Fasanenhof ist die Reihe der Denkmale nun komplett. Auf den Stadtteil-Friedhöfen Wolfsanger, Waldau, Bettenhausen, Oberzwehren, Nordshausen, Kirchditmold und Rothenditmold wurden bereits zuvor zentrale Denkmale aufgestellt. „Wichtig war uns, dass alle Gedenksteine unterschiedlich gestaltet sind, so dass sie möglichst viele Bevölkerungs- und Religionsgruppen ansprechen“. Außerdem habe man alte Grabsteine verwendet und für die Gestaltung und Umsetzung Steinmetze, Bildhauer und Künstler aus der Region beauftragt, so Rehs.

Rasengräber
„Wahlgräber auf Rasenflächen“ sind auf eine Alternative zu den bereits seit zehn Jahren bekannten Friedparkgräbern.  In diesen sogenannten Rasengräbern können Erd- und Urnenbestattungen stattfinden. „Damit die Gräber nicht anonym sind, können die Hinterbliebenen eine liegende Inschriftenplatte oder ein aufrecht stehendes, individuell gestaltetes Denkmal setzen lassen“, so Rehs. Die Gräber seinen zugunsten der einfachen Pflege mit Rasen begrünt und schmucklos gehalten. Die Möglichkeit, Gestecke, Schalen und Kerzen abzulegen, gebe es deshalb an den neu geschaffenen zentralen Denkmalen.

„Mit den Wahlgräbern auf Rasenflächen gibt nun auf allen Kasseler Friedhöfen mindestens ein Angebot, sich zu Lebzeiten sich ein pflegeloses Grab für Urnen- als auch für Erdbestattung auszuwählen“, sagt Rehs. (15.04.2016)