Archiv: Grundsteinlegung für stationäres Hospiz in Rotenburg

Fulda (medio). Der Grundstein ist gelegt: In den kommenden Monaten wird in Rotenburg an der Fulda ein stationäres Hospiz entstehen. «Es wird ein Haus sein, in dem gestorben wird. Aber es wird nicht ein Haus sein, in dem nur geweint und geklagt wird, es wird auch ein Haus sein, in dem gelacht, manchmal vielleicht sogar getanzt wird, in dem Menschen leben werden, gut leben werden, bis zum letzten Atemzug», machte die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, in ihrem Grußwort am Freitag (30. Juli) deutlich. Hospize holten seit über 50 Jahren das Sterben aus dem Verborgenen. «Sie schaffen einen Ort, in dem Menschen gut begleitet werden auf ihrem letzten Weg.»

Das Elisabeth Hospiz Rotenburg wird acht Plätze vorhalten und rund 20 Arbeitsplätze schaffen, erläuterte André Popp, der Geschäftsführer des Pflegezentrums der Diakonie Rotenburg. Die Tochtergesellschaft des Kreiskrankenhauses Rotenburg ist die Trägerin des stationären Hospizes. Die Baukosten beziffert Popp auf rund 3,05 Millionen Euro - unterstützt durch eine Großspende des regionalen Hospizvereins, die dieser aus einem Erbe erhalten hatte. Die Fertigstellung ist für September 2022 geplant.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei entsteht nicht nur das Hospiz, auch eine neue Tagespflegeeinrichtung für 20 Pflegebedürftige, eine Sozialstation sowie zwei Dutzend seniorengerechte Wohnungen werden auf dem rund 5.500 Quadratmeter großen Areal errichtet. Rund 10,5 Millionen Euro werden insgesamt investiert. Bauinvestor ist das Projektentwicklungsbüro 3H aus Geisa.

Mit Grußworten waren bei der Grundsteinlegung auch Rotenburgs Bürgermeister Christian Grundwald, Ursula Dangschat vom Hospizverein Rotenburg, Reinhard Faulstich von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg sowie Jan Heumüller vom Architekturbüro zwo16 /3H vertreten.

Eine, der das Hospiz ein besonderes Anliegen war, fehlte: die frühere Dekanin des Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg, Gisela Strohriegl, die aus gesundheitlichen Gründen kürzlich in den Ruhestand gegangen ist. «Aber ich weiß, dass sie sehr glücklich ist, dass dieser Grundstein heute gelegt wird und ein Haus für Leben und Sterben, ein Haus der getrosten Hoffnung auf eine Zeit ohne Tod, ohne Leid, ohne Schmerz entstehen wird», sagte Bischöfin Beate Hofmann. (02.08.2021)

2021-08-02 33474

«Gut begleitet auf dem letzten Weg»
Grundsteinlegung für stationäres Hospiz in Rotenburg

Grundsteinlegung für stationäres Hospiz in Rotenburg
Bei der Grundsteinlegung v.l.n.r.: Holger Krotzky, Geschäftsführer Pflegezentrum der Diakonie, Ursula Dangschat, Vorsitzende Regionaler Hospizverein, Andre Popp, auch Geschäftsführer Pflegezentrum, Bischöfin Dr. Beate Hofmann (Foto: Silke Schäfer-Marg/HNA )

Fulda (medio). Der Grundstein ist gelegt: In den kommenden Monaten wird in Rotenburg an der Fulda ein stationäres Hospiz entstehen. «Es wird ein Haus sein, in dem gestorben wird. Aber es wird nicht ein Haus sein, in dem nur geweint und geklagt wird, es wird auch ein Haus sein, in dem gelacht, manchmal vielleicht sogar getanzt wird, in dem Menschen leben werden, gut leben werden, bis zum letzten Atemzug», machte die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Beate Hofmann, in ihrem Grußwort am Freitag (30. Juli) deutlich. Hospize holten seit über 50 Jahren das Sterben aus dem Verborgenen. «Sie schaffen einen Ort, in dem Menschen gut begleitet werden auf ihrem letzten Weg.»

Das Elisabeth Hospiz Rotenburg wird acht Plätze vorhalten und rund 20 Arbeitsplätze schaffen, erläuterte André Popp, der Geschäftsführer des Pflegezentrums der Diakonie Rotenburg. Die Tochtergesellschaft des Kreiskrankenhauses Rotenburg ist die Trägerin des stationären Hospizes. Die Baukosten beziffert Popp auf rund 3,05 Millionen Euro - unterstützt durch eine Großspende des regionalen Hospizvereins, die dieser aus einem Erbe erhalten hatte. Die Fertigstellung ist für September 2022 geplant.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei entsteht nicht nur das Hospiz, auch eine neue Tagespflegeeinrichtung für 20 Pflegebedürftige, eine Sozialstation sowie zwei Dutzend seniorengerechte Wohnungen werden auf dem rund 5.500 Quadratmeter großen Areal errichtet. Rund 10,5 Millionen Euro werden insgesamt investiert. Bauinvestor ist das Projektentwicklungsbüro 3H aus Geisa.

Mit Grußworten waren bei der Grundsteinlegung auch Rotenburgs Bürgermeister Christian Grundwald, Ursula Dangschat vom Hospizverein Rotenburg, Reinhard Faulstich von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg sowie Jan Heumüller vom Architekturbüro zwo16 /3H vertreten.

Eine, der das Hospiz ein besonderes Anliegen war, fehlte: die frühere Dekanin des Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg, Gisela Strohriegl, die aus gesundheitlichen Gründen kürzlich in den Ruhestand gegangen ist. «Aber ich weiß, dass sie sehr glücklich ist, dass dieser Grundstein heute gelegt wird und ein Haus für Leben und Sterben, ein Haus der getrosten Hoffnung auf eine Zeit ohne Tod, ohne Leid, ohne Schmerz entstehen wird», sagte Bischöfin Beate Hofmann. (02.08.2021)