Aktuell: Gottesdienstreihe in Kassel rückt am 15. März Menschenhandel und Zwangsprostitution in den Mittelpunkt

Kassel (medio). Wer hilft Frauen in Nordhessen, die von Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffen sind? Um dieses Thema geht es im Gottesdienst am Sonntag, dem 15. März 2020 um 10 Uhr, in der Martinskirche. Damit wird die Gottesdienstreihe in der Passionszeit «Wer hilft im Leiden?» gestartet.

Im Gottesdienst werden Schicksale der betroffenen Frauen, die aus Afrika, Bulgarien oder auch Deutschland kommen, erzählt. «Wir werden von ihrem Leiden sprechen und hören, aber auch  von ihrer Sehnsucht und ihren Träumen, ihrem Glauben, und von der Kraft der Solidarität», erklärt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, die im Gottesdienst zusammen mit Stefanie Götzl-Illgen und Pfarrerin Prof. Dr. Regina Sommer die Predigt hält und durch die Liturgie führt. Im Gottesdienst wird auch der in Kassel ansässige Verein FRANKA über seine Arbeit berichten. FRANKA e.V. ist eine Fachberatungsstelle für Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind. 

Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin im Sprengel Kassel, betont: «Die Arbeit der Fachberatung von FRANKA e.V. ist  mir deshalb so wichtig, weil sie sich Frauen zuwendet, die unter schwerer Gewalt leiden und ihrer Menschenrechte beraubt werden. Sie haben keine Macht und keine Lobby, sind häufig traumatisiert. Sie brauchen eine Hilfe, die im Verborgenen geschieht. Darum ist es einfach eine wichtige Aufgabe christlicher Nächstenliebe, ihnen Beratung und Hilfe anzubieten, und ein sehr konkretes Eintreten für Frauenrechte.» Wienold-Hocke erklärt weiter: «Eine Entdeckung ist für mich, dass die biblische Geschichte der Hagar, der Sklavin, die von Abraham schwanger wurde - von Menschenhandel und Zwangsprostitution erzählt - und davon, wie Gott dieser Frau begegnet. 'Du bist der Gott, der mich sieht', erfährt Hagar in der Wüste.»

Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst durch Dr. Merle Clasen (Gesang) und Thomas Krug (Klavier) ebenso wie Elke Phieler an der Orgel mit „Lieder eines armen Mädchens“ von Friedrich Hollaender. Die Lieder geben Frauen, die leicht überhört oder übersehen werden, eine kecke Stimme. «Sie passen wunderbar zum Thema, weil sie genau davon singen oder sprechen - ein mitreißendes Zeitzeugnis der 30er Jahre», so die Pröpstin.

Weitere Gottesdienste der Reihe:

  • 22.03.2020: Pfarrerin Gabriele Heppe-Knoche im Dialog Salome Möhrer-Nolte, Geschäftsführerin der Telefonseelsorge Nordhessen e.V. 
  • 29.03.2020: Dekan Dr. Michael Glöckner im Dialog mit der Notfallseelsorgerin Sabine Kresse
  • 05.04.2020: Pfarrer Dr. Willi Temme im Dialog mit Dorothea Krauch-Kompalik, die in der Hospizarbeit tätig ist

(10.03.2020)

2020-03-10 30346

«Wer hilft im Leiden?»
Gottesdienstreihe in Kassel rückt am 15. März Menschenhandel und Zwangsprostitution in den Mittelpunkt

Gottesdienstreihe in Kassel rückt am 15. März Menschenhandel und Zwangsprostitution in den Mittelpunkt
(Foto: pixabay)

Kassel (medio). Wer hilft Frauen in Nordhessen, die von Menschenhandel und Zwangsprostitution betroffen sind? Um dieses Thema geht es im Gottesdienst am Sonntag, dem 15. März 2020 um 10 Uhr, in der Martinskirche. Damit wird die Gottesdienstreihe in der Passionszeit «Wer hilft im Leiden?» gestartet.

Im Gottesdienst werden Schicksale der betroffenen Frauen, die aus Afrika, Bulgarien oder auch Deutschland kommen, erzählt. «Wir werden von ihrem Leiden sprechen und hören, aber auch  von ihrer Sehnsucht und ihren Träumen, ihrem Glauben, und von der Kraft der Solidarität», erklärt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, die im Gottesdienst zusammen mit Stefanie Götzl-Illgen und Pfarrerin Prof. Dr. Regina Sommer die Predigt hält und durch die Liturgie führt. Im Gottesdienst wird auch der in Kassel ansässige Verein FRANKA über seine Arbeit berichten. FRANKA e.V. ist eine Fachberatungsstelle für Frauen, die Opfer von Menschenhandel geworden sind. 

Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin im Sprengel Kassel, betont: «Die Arbeit der Fachberatung von FRANKA e.V. ist  mir deshalb so wichtig, weil sie sich Frauen zuwendet, die unter schwerer Gewalt leiden und ihrer Menschenrechte beraubt werden. Sie haben keine Macht und keine Lobby, sind häufig traumatisiert. Sie brauchen eine Hilfe, die im Verborgenen geschieht. Darum ist es einfach eine wichtige Aufgabe christlicher Nächstenliebe, ihnen Beratung und Hilfe anzubieten, und ein sehr konkretes Eintreten für Frauenrechte.» Wienold-Hocke erklärt weiter: «Eine Entdeckung ist für mich, dass die biblische Geschichte der Hagar, der Sklavin, die von Abraham schwanger wurde - von Menschenhandel und Zwangsprostitution erzählt - und davon, wie Gott dieser Frau begegnet. 'Du bist der Gott, der mich sieht', erfährt Hagar in der Wüste.»

Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst durch Dr. Merle Clasen (Gesang) und Thomas Krug (Klavier) ebenso wie Elke Phieler an der Orgel mit „Lieder eines armen Mädchens“ von Friedrich Hollaender. Die Lieder geben Frauen, die leicht überhört oder übersehen werden, eine kecke Stimme. «Sie passen wunderbar zum Thema, weil sie genau davon singen oder sprechen - ein mitreißendes Zeitzeugnis der 30er Jahre», so die Pröpstin.

Weitere Gottesdienste der Reihe:

  • 22.03.2020: Pfarrerin Gabriele Heppe-Knoche im Dialog Salome Möhrer-Nolte, Geschäftsführerin der Telefonseelsorge Nordhessen e.V. 
  • 29.03.2020: Dekan Dr. Michael Glöckner im Dialog mit der Notfallseelsorgerin Sabine Kresse
  • 05.04.2020: Pfarrer Dr. Willi Temme im Dialog mit Dorothea Krauch-Kompalik, die in der Hospizarbeit tätig ist

(10.03.2020)


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