Montag: Montag, 24. November 2008 2008-11-24 4965


Montag, 24. November 2008

 
Montag: Bischof Hein: Kirche ist kulturelle Größe in der Gesellschaft

Hofgeismar (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat die Kirchen als herausragende kulturelle Größe in der Gesellschaft bezeichnet. In seinem Bericht zum Auftakt der Beratungen der Landessynode in Hofgeismar sagte Hein am Montag: «Kultur ist für die Kirchen keine Nebenaufgabe, sie ist immanenter Teil ihres Dienstes für Gott und die Menschen.» Rund 20 Prozent ihrer Einnahmen gebe die Kirche für kulturelle Zwecke aus. Dabei verwalte sie nicht einfach historisches Erbe, es gelte vielmehr, aus einer lebendigen Geschichte Gegenwart und Zukunft der Gesellschaft mit zu gestalten. Für den Dialog mit der Gesellschaft der Gegenwart sei es nötig, Lebensnähe, Wahrnehmungsfähigkeit, Dialogbereitschaft, Bewusstsein evangelischer Identität und christlich begründete Toleranz zu leben. Kirchengemeinden sollten auch in ihrem kulturellen Engagement «Orte der Begegnung sein».

Hein griff dabei positiv den Bericht der Enquete-Kommission des Bundestages «Kultur in Deutschland» aus dem Jahr 2007 auf, der als Erwartung der Gesellschaft an die Kirche unter anderem folgende Punkte formuliert: gemeinsam Modelle des Zusammenlebens zu vermitteln, welche die Bildung von Parallelgesellschaft verhindern, die Bewahrung und Vermittlung des Glaubens auf der Grundlage «Weltkulturerbe Bibel» und christlicher Traditionen sowie eine kulturelle Prägung durch kirchliche Feste, «die den Kalender des Landes im Sinne des Zusammenhalts der Gesellschaft prägen.»

1200 Kirchen sind Zeugen des Glaubens und sollten regelmäßig geöffnet werden

Im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gibt es rund 1200 Kirchen und andere Gebäude, in denen Gottesdienst gefeiert wird,berichtete Bischof Hein. Von ihnen stehen 947 unter Denkmalschutz. Diese Kirchengebäude seien Zeugen des Glaubens und müssten als «anvertraute Pfunde» gepflegt werden; sie bedeuteten nicht nur finanzielle Last, sondern seien Kapital. Jährlich bringt die Landeskirche dabei rund 20 Mio. Euro für Kirchengebäude auf, denen lediglich 800.000 Euro als Zuwendungen der Denkmalpflege gegenüberstünden. Hier sei eine Entlastung notwendig. Hein unterstützte die Forderung der Enquete-Kommission des Bundestages, die Umsatzsteuer für denkmalpflegerische Leistungen an Sakralbauten zu senken. Die zukünftige Finanzierung der Kirchen sei eine Herausforderung. Dabei sei festzuhalten: Es gibt nicht zuviel Kirchen, sondern zu wenig Ideen – der Nutzung wie der Finanzierung, so Hein.

Positiv wertete er die Erfahrungen mit dem Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche, der das Engagement vor Ort belohne. Hein erklärte, Erfahrungen zeigten, dass sich für den Erhalt der Kirchengebäude auch Menschen engagierten, die der Kirche eher fern stehen oder ihr gar nicht angehören. Angesichts der schwieriger werdenden Situation ländlicher Räume stellten Kirchengemeinden und Dorfkirchen einen «Identitätsanker» dar. Deshalb hätte der Erhalt und die Nutzung der Kirchengebäude Priorität. Zugleich dienten die Kirchen dem Gemeindeaufbau. Hein forderte in diesem Zusammenhang dazu auf, die Kirchen regelmäßig zu öffnen. Auch könne die Profilierung einzelner Kirchen Wirkung über die Region hinaus entfalten.

Ein positives Signal sei es, dass die Einrichtung vom Kapellen auch an «weltlichen» Orten wie Krankenhäuser, Justizvollzugsanstalten und Schulen mehr und mehr gefragt seien. Zugleich unterstrich Hein die Bedeutung der Pfarrhäuser als kultureller Orte. Hein setzte sich ausdrücklich für eine Beibehaltungen der sogenannten «Residenzpflicht» für Pfarrerinnen und Pfarrer ein. Danach müssen Gemeindepfarrer im Pfarrhaus ihrer Gemeinde leben. Pfarrerinnen und Pfarrer sollten wie bisher «Kulturträger» sein.
 
Hohe Bedeutung der Kirchenmusik: Rund 3000 Veranstaltungen pro Jahr, knapp 10 000 Menschen singen in Chören, 4800 sind in Posaunenchören

Besonders würdigte Hein den hohen Stellenwert der Kirchenmusik in der Landeskirche: So habe es im Jahr 2006 rund 3000 Veranstaltungen mit fast 265 000 Besuchern gegeben.  Kirchenmusik zeichne sich durch eine hohe Reichweite aus. Sowohl als Hörer wie auch als Mitwirkende erreiche die Kirchenmusik Menschen, die sonst nicht im unmittelbaren Blickfeld der Kirchengemeinden sind. Dabei würden verschiedene Stile, Zielgruppen und Milieus bedient und Generationen übergreifend Kinder- und Jugendarbeit sowie Erwachsenen- und Seniorenarbeit geleistet. Das Spektrum kirchenmusikalischer Arbeit reiche von elementare Begabungen bin hin zu höchster  Professionalität.

Derzeit beschäftigt die Landeskirche 60 hauptberufliche Kirchenmusiker; den quantitativen Schwerpunkt der kirchenmusikalischen Arbeit leisteten 1800 teilzeitbeschäftigte Organistinnen, Chor- und Posaunenchorleiterinnen. In den Chören der Landeskirche singen 8000 bis 10000; mehr als 4800 Bläser engagieren sich in gut 300 Posaunenchören. Hein regte an, auch «Weltliche» Chöre und Instrumentalgruppen in die Kirchen einzubinden. 

Gleichwohl gebe es auch auf dem Feld der Kirchenmusik Probleme: Dazu zähle die Neigung «mehr zu hören statt zu machen». In ländlichen Regionen sei es mitunter schwierig Organisten zu finden – nicht nur für Trauerfeiern unter der Woche. Es zeige sich auch, dass es eine Neigung zur «Chorwanderung» gebe; zunehmend sei eher ein kurzfristiges denn ein dauerhaftes Engagement in Chören und anderen Ensembles zu beobachten. Mit Blick auf diese Entwicklung regte Hein eine Kooperation zwischen Kirchengemeinden an. Grundsätzlich gelte es, die kulturelle Arbeit der Kirche stärker als bisher zu vernetzen.
 
«Offenheit und Experiment nicht nur erlaubt, sondern erwünscht»

Hein ermutigte zu Offenheit für neue Wege im Umgang mit der Kultur in der Kirche. «Experimente sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht», betonte der Bischof. So gelte es, den bestehenden «großartigen kirchenmusikalischen Literaturschatz» zu entdecken; zugleich sollten neue geistliche Lieder geschaffen werden. Die Begegnung mit moderner bildender Kunst stelle eine Horizonterweiterung für die Kirche dar. Das gelte gleichermaßen für die Neugestaltung von Kirchenräumen (nicht nur in Großstädten) und Kunstausstellungen in Kirchenräumen wie die seit 25 Jahren regelmäßig anlässlich der «documenta» in Kassel stattfindenden Begleitausstellungen und -programme. Hein regte eine intensivere Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Literatur an und würdigte innovative Modelle sowie die Reihe «Inspiriert – Theater im Gottesdienst», einer Kooperation der Landeskirche, der Kasseler Martinskirche und dem Staatstheater Kassel.

Sonntag als grundlegendes Kulturgut schützen und bewusst gestalten

Hein forderte abschließend, den Sonntag als grundlegendes Kulturgut zu schützen und bewusst zu gestalten. Seit Jahren sei eine Aushöhlung des Sonntagsschutzes in der Gesellschaft zu beobachten. Gleichwohl ließen sich hier auch erste Erfolge feststellen: Aufgrund breiter Proteste aus der Bevölkerung und Interventionen der Landeskirchen und Bistümer konnten Pläne in verschiedenen hessischen Einkaufszentren, am Gründonnerstag ein «Mitternachtsshopping» mit einem Feuerwerk zu verbinden, gestoppt werden. Es sei seitens der Konzernleitung zudem zugesagt worden, auf ein Mitternachtsshopping am Gründdonnerstag zukünftig zu verzichten. Für die Zukunft des Sonn- und Feiertagsschutzes sei es wichtig, «ob wir als Christinnen und Christen die Chancen, die diese besonderen Tage bieten, auch glaubwürdig leben», so der Bischof. Hierzu gehöre auch ein differenziertes hochwertiges Gottesdienstangebot mit klassischen, modernen und experimentellen Formen, betonte Hein. (24.11.2008)

2008-11-24 4968

Bericht des Bischofs
Bischof Hein: Kirche ist kulturelle Größe in der Gesellschaft

 

Hofgeismar (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat die Kirchen als herausragende kulturelle Größe in der Gesellschaft bezeichnet. In seinem Bericht zum Auftakt der Beratungen der Landessynode in Hofgeismar sagte Hein am Montag: «Kultur ist für die Kirchen keine Nebenaufgabe, sie ist immanenter Teil ihres Dienstes für Gott und die Menschen.» Rund 20 Prozent ihrer Einnahmen gebe die Kirche für kulturelle Zwecke aus. Dabei verwalte sie nicht einfach historisches Erbe, es gelte vielmehr, aus einer lebendigen Geschichte Gegenwart und Zukunft der Gesellschaft mit zu gestalten. Für den Dialog mit der Gesellschaft der Gegenwart sei es nötig, Lebensnähe, Wahrnehmungsfähigkeit, Dialogbereitschaft, Bewusstsein evangelischer Identität und christlich begründete Toleranz zu leben. Kirchengemeinden sollten auch in ihrem kulturellen Engagement «Orte der Begegnung sein».

Hein griff dabei positiv den Bericht der Enquete-Kommission des Bundestages «Kultur in Deutschland» aus dem Jahr 2007 auf, der als Erwartung der Gesellschaft an die Kirche unter anderem folgende Punkte formuliert: gemeinsam Modelle des Zusammenlebens zu vermitteln, welche die Bildung von Parallelgesellschaft verhindern, die Bewahrung und Vermittlung des Glaubens auf der Grundlage «Weltkulturerbe Bibel» und christlicher Traditionen sowie eine kulturelle Prägung durch kirchliche Feste, «die den Kalender des Landes im Sinne des Zusammenhalts der Gesellschaft prägen.»

1200 Kirchen sind Zeugen des Glaubens und sollten regelmäßig geöffnet werden

Im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gibt es rund 1200 Kirchen und andere Gebäude, in denen Gottesdienst gefeiert wird,berichtete Bischof Hein. Von ihnen stehen 947 unter Denkmalschutz. Diese Kirchengebäude seien Zeugen des Glaubens und müssten als «anvertraute Pfunde» gepflegt werden; sie bedeuteten nicht nur finanzielle Last, sondern seien Kapital. Jährlich bringt die Landeskirche dabei rund 20 Mio. Euro für Kirchengebäude auf, denen lediglich 800.000 Euro als Zuwendungen der Denkmalpflege gegenüberstünden. Hier sei eine Entlastung notwendig. Hein unterstützte die Forderung der Enquete-Kommission des Bundestages, die Umsatzsteuer für denkmalpflegerische Leistungen an Sakralbauten zu senken. Die zukünftige Finanzierung der Kirchen sei eine Herausforderung. Dabei sei festzuhalten: Es gibt nicht zuviel Kirchen, sondern zu wenig Ideen – der Nutzung wie der Finanzierung, so Hein.

Positiv wertete er die Erfahrungen mit dem Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche, der das Engagement vor Ort belohne. Hein erklärte, Erfahrungen zeigten, dass sich für den Erhalt der Kirchengebäude auch Menschen engagierten, die der Kirche eher fern stehen oder ihr gar nicht angehören. Angesichts der schwieriger werdenden Situation ländlicher Räume stellten Kirchengemeinden und Dorfkirchen einen «Identitätsanker» dar. Deshalb hätte der Erhalt und die Nutzung der Kirchengebäude Priorität. Zugleich dienten die Kirchen dem Gemeindeaufbau. Hein forderte in diesem Zusammenhang dazu auf, die Kirchen regelmäßig zu öffnen. Auch könne die Profilierung einzelner Kirchen Wirkung über die Region hinaus entfalten.

Ein positives Signal sei es, dass die Einrichtung vom Kapellen auch an «weltlichen» Orten wie Krankenhäuser, Justizvollzugsanstalten und Schulen mehr und mehr gefragt seien. Zugleich unterstrich Hein die Bedeutung der Pfarrhäuser als kultureller Orte. Hein setzte sich ausdrücklich für eine Beibehaltungen der sogenannten «Residenzpflicht» für Pfarrerinnen und Pfarrer ein. Danach müssen Gemeindepfarrer im Pfarrhaus ihrer Gemeinde leben. Pfarrerinnen und Pfarrer sollten wie bisher «Kulturträger» sein.
 
Hohe Bedeutung der Kirchenmusik: Rund 3000 Veranstaltungen pro Jahr, knapp 10 000 Menschen singen in Chören, 4800 sind in Posaunenchören

Besonders würdigte Hein den hohen Stellenwert der Kirchenmusik in der Landeskirche: So habe es im Jahr 2006 rund 3000 Veranstaltungen mit fast 265 000 Besuchern gegeben.  Kirchenmusik zeichne sich durch eine hohe Reichweite aus. Sowohl als Hörer wie auch als Mitwirkende erreiche die Kirchenmusik Menschen, die sonst nicht im unmittelbaren Blickfeld der Kirchengemeinden sind. Dabei würden verschiedene Stile, Zielgruppen und Milieus bedient und Generationen übergreifend Kinder- und Jugendarbeit sowie Erwachsenen- und Seniorenarbeit geleistet. Das Spektrum kirchenmusikalischer Arbeit reiche von elementare Begabungen bin hin zu höchster  Professionalität.

Derzeit beschäftigt die Landeskirche 60 hauptberufliche Kirchenmusiker; den quantitativen Schwerpunkt der kirchenmusikalischen Arbeit leisteten 1800 teilzeitbeschäftigte Organistinnen, Chor- und Posaunenchorleiterinnen. In den Chören der Landeskirche singen 8000 bis 10000; mehr als 4800 Bläser engagieren sich in gut 300 Posaunenchören. Hein regte an, auch «Weltliche» Chöre und Instrumentalgruppen in die Kirchen einzubinden. 

Gleichwohl gebe es auch auf dem Feld der Kirchenmusik Probleme: Dazu zähle die Neigung «mehr zu hören statt zu machen». In ländlichen Regionen sei es mitunter schwierig Organisten zu finden – nicht nur für Trauerfeiern unter der Woche. Es zeige sich auch, dass es eine Neigung zur «Chorwanderung» gebe; zunehmend sei eher ein kurzfristiges denn ein dauerhaftes Engagement in Chören und anderen Ensembles zu beobachten. Mit Blick auf diese Entwicklung regte Hein eine Kooperation zwischen Kirchengemeinden an. Grundsätzlich gelte es, die kulturelle Arbeit der Kirche stärker als bisher zu vernetzen.
 
«Offenheit und Experiment nicht nur erlaubt, sondern erwünscht»

Hein ermutigte zu Offenheit für neue Wege im Umgang mit der Kultur in der Kirche. «Experimente sind nicht nur erlaubt, sondern erwünscht», betonte der Bischof. So gelte es, den bestehenden «großartigen kirchenmusikalischen Literaturschatz» zu entdecken; zugleich sollten neue geistliche Lieder geschaffen werden. Die Begegnung mit moderner bildender Kunst stelle eine Horizonterweiterung für die Kirche dar. Das gelte gleichermaßen für die Neugestaltung von Kirchenräumen (nicht nur in Großstädten) und Kunstausstellungen in Kirchenräumen wie die seit 25 Jahren regelmäßig anlässlich der «documenta» in Kassel stattfindenden Begleitausstellungen und -programme. Hein regte eine intensivere Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Literatur an und würdigte innovative Modelle sowie die Reihe «Inspiriert – Theater im Gottesdienst», einer Kooperation der Landeskirche, der Kasseler Martinskirche und dem Staatstheater Kassel.

Sonntag als grundlegendes Kulturgut schützen und bewusst gestalten

Hein forderte abschließend, den Sonntag als grundlegendes Kulturgut zu schützen und bewusst zu gestalten. Seit Jahren sei eine Aushöhlung des Sonntagsschutzes in der Gesellschaft zu beobachten. Gleichwohl ließen sich hier auch erste Erfolge feststellen: Aufgrund breiter Proteste aus der Bevölkerung und Interventionen der Landeskirchen und Bistümer konnten Pläne in verschiedenen hessischen Einkaufszentren, am Gründonnerstag ein «Mitternachtsshopping» mit einem Feuerwerk zu verbinden, gestoppt werden. Es sei seitens der Konzernleitung zudem zugesagt worden, auf ein Mitternachtsshopping am Gründdonnerstag zukünftig zu verzichten. Für die Zukunft des Sonn- und Feiertagsschutzes sei es wichtig, «ob wir als Christinnen und Christen die Chancen, die diese besonderen Tage bieten, auch glaubwürdig leben», so der Bischof. Hierzu gehöre auch ein differenziertes hochwertiges Gottesdienstangebot mit klassischen, modernen und experimentellen Formen, betonte Hein. (24.11.2008)


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Lesen Sie hier den Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Wortlaut:

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Bischof Prof. Dr. Hein stellte sich den Fragen von medio-Redaktions-
leiter Pfr. Christian Fischer:

Montag: Landespfarrer Schwarz: «Schere zwischen Arm und Reich ein gesellschaftlicher Skandal»

Hofgeismar (medio/epd). «Das Thema Armut hat so gut wie alle Abteilungen des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck e.V. (DWKW) beschäftigt. Es ist ein Querschnittsthema, das der Diakonie in besonderer Weise aufgegeben ist.» - Mit diesen Worten verwies der Vorsitzende des Vorstands des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck e.V. (DWKW), Landespfarrer und Oberlandeskirchenrat für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, während der Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar auf das beherrschende Thema des vergangenen Jahres. Ausdruck dafür sei auch die Broschüre «Armut hat viele Gesichter. Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft», die von einer Projektgruppe des DWKW im Frühjahr herausgegeben wurde und in der dritten Auflage vorliegt.

Schwarz verwies in seinem Bericht vor der Synode auf die jüngst veröffentlichte Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Diese habe für den deutschen Sozialstaat eine bittere Bilanz gezogen: Die Armut sei in der Bundesrepublik von 1985 bis 2005 stärker gestiegen als in fast allen anderen Industriestaaten. Und die Ungleichheit bei den Einkommen habe rasant zugenommen, so der Landespfarrer. Auch wenn das Armutsrisiko 2006 laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DWI) dank des wirtschaftlichen Aufschwungs gesunken sei, müsse die Diakonie angesichts der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Wirtschaft von wieder steigenden Zahlen ausgehen. Der OECD zufolge sei insbesondere die Kinderarmut stark angestiegen (von 7 auf 16 Prozent). Als besonders besorgniserregend sei dabei die Lage von Alleinerziehenden einzuschätzen, von denen 41 Prozent in relativer Armut lebten.

Auch sei zu befürchten, dass die sozialen Spannungen in Deutschland zunehmen und zu einer neuen Herausforderung für die Diakonie werden könnten, so Schwarz. «Wir werden einen erheblichen Zuwachs an Arbeitslosigkeit bekommen», sagte er voraus.

Diakonische Werke in Hessen wollen Dachorganisation gründen

Die Diakonischen Werke der beiden evangelischen Kirchen in Hessen wollen Anfang kommenden Jahres eine gemeinsame Dachorganisation gründen. Sie «soll die Aufgabe der sozialpolitischen und öffentlichkeitswirksamen Außenvertretung der Diakonie in Hessen» wahrnehmen, so Schwarz. Langfristig sei eine Fusion beider Werke vorgesehen. Die Fusion sei aber wegen der erheblichen strukturellen Unterschiede frühestens für 2012 vorgesehen.

Die beiden diakonischen Werke hätten sich in dem Kooperationsprozess seit dem Jahr 2006 unter anderem auf eine gemeinsame Personalentwicklung, insbesondere bei der Neubesetzung von Leitungsstellen, geeinigt, ergänzte der Landespfarrer. Ein Pilotprojekt stelle der Bereich Eingliederungshilfe in der Behindertenhilfe dar, der von Kassel aus für ganz Hessen verantwortet werde.

Schwerpunkte anwaltschaftlicher Tätigkeit

In seinem Bericht blickte Schwarz auf ein bewegtes Jahr zurück: So wurde auf die Veränderungen der gesellschaftlichen Situation und der Herausforderungen an das DWKW und seine Mitglieder mit internen Umstrukturierungsmaßnahmen reagiert. Dazu sei ein Vorstandsstab Grundsatzfragen und Kommunikation geschaffen worden, mit dem gewährleistet werden soll, dass «das Diakonische Werk auch in Zukunft eine kräftige Stimme in Gesellschaft und Politik für die sein kann, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden», sagte Schwarz.
 
Auch die Bildung der Kleinsten war ein zentrales Arbeitsfeld für das Diakonische Werk. Mit der Kampagne «Entdecker voraus!» habe die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, in der auch das DWKW Mitglied ist, die bestmögliche Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder in den Kindertagesstätten in Hessen gefordert. Dazu müssten die notwendigen materiellen, personellen und zeitlichen Rahmenbedingungen in den Einrichtungen geschaffen und die Arbeitsbedingungen für die sozialpädagogischen Fachkräfte verbessert werden. Die Kampagne wurde mit vielfältigen Aktionen begleitet, so Schwarz weiter. Höhepunkt sei die Teilnahme an der Abschlussveranstaltung in Wiesbaden gewesen, bei der rund 4.000 Erzieherinnen und Erzieher sowie Trägervertreter auf die Missstände aufmerksam machten und der hessischen Landesregierung etwa 25.000 Unterschriften besorgter Eltern überreichten.

Dezernatsbericht

In seinem Dezernatsbericht resürmierte Dr. Schwarz auch die Arbeit im Diakoniedezernat des Landeskirchenamtes. Dort ist u.a. die landeskirchliche Arbeitstelle Migration angesiedelt, die die Arbeit der Aussiedlerseelsorge in den Sprengeln koordiniert und in den kirchlichen und kommunalen Gremien den Dienst in den Gemeinden an Ausländern, Aussiedlern und Asylsuchenden (AAA) vertritt. «Integration ist nicht allein mit der Übersiedlung abgeschlossen. Spezifische Begleitung und eine besondere Seelsorge ist vonnöten, um den Menschen das Ankommen in unserer Kirche und Gesellschaft zu erleichtern», unterstrich  Schwarz. 

Außerdem ging der Oberlandeskirchenrat für Diakonie auf die Arbeit des Zentrums für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst ein. Dieses betreue derzeit über 500 junge Menschen, die in der Landeskirche und in diakonischen Einrichtungen engagiert sind. Dazu gehörten nach seinen Angaben Freiwillige im Freiwilligen Sozialen (165) oder Ökologischen (30) Jahr oder Wehrpflichtige im Zivildienst (320). (24.11.2008)

2008-11-25 4974

Bericht des Landespfarrers und Oberlandeskirchenrates für Diakonie
Landespfarrer Schwarz: «Schere zwischen Arm und Reich ein gesellschaftlicher Skandal»

 

Hofgeismar (medio/epd). «Das Thema Armut hat so gut wie alle Abteilungen des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck e.V. (DWKW) beschäftigt. Es ist ein Querschnittsthema, das der Diakonie in besonderer Weise aufgegeben ist.» - Mit diesen Worten verwies der Vorsitzende des Vorstands des Diakonischen Werkes in Kurhessen-Waldeck e.V. (DWKW), Landespfarrer und Oberlandeskirchenrat für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, während der Herbsttagung der Landessynode in Hofgeismar auf das beherrschende Thema des vergangenen Jahres. Ausdruck dafür sei auch die Broschüre «Armut hat viele Gesichter. Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft», die von einer Projektgruppe des DWKW im Frühjahr herausgegeben wurde und in der dritten Auflage vorliegt.

Schwarz verwies in seinem Bericht vor der Synode auf die jüngst veröffentlichte Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Diese habe für den deutschen Sozialstaat eine bittere Bilanz gezogen: Die Armut sei in der Bundesrepublik von 1985 bis 2005 stärker gestiegen als in fast allen anderen Industriestaaten. Und die Ungleichheit bei den Einkommen habe rasant zugenommen, so der Landespfarrer. Auch wenn das Armutsrisiko 2006 laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DWI) dank des wirtschaftlichen Aufschwungs gesunken sei, müsse die Diakonie angesichts der Auswirkungen der Finanzkrise auf die Wirtschaft von wieder steigenden Zahlen ausgehen. Der OECD zufolge sei insbesondere die Kinderarmut stark angestiegen (von 7 auf 16 Prozent). Als besonders besorgniserregend sei dabei die Lage von Alleinerziehenden einzuschätzen, von denen 41 Prozent in relativer Armut lebten.

Auch sei zu befürchten, dass die sozialen Spannungen in Deutschland zunehmen und zu einer neuen Herausforderung für die Diakonie werden könnten, so Schwarz. «Wir werden einen erheblichen Zuwachs an Arbeitslosigkeit bekommen», sagte er voraus.

Diakonische Werke in Hessen wollen Dachorganisation gründen

Die Diakonischen Werke der beiden evangelischen Kirchen in Hessen wollen Anfang kommenden Jahres eine gemeinsame Dachorganisation gründen. Sie «soll die Aufgabe der sozialpolitischen und öffentlichkeitswirksamen Außenvertretung der Diakonie in Hessen» wahrnehmen, so Schwarz. Langfristig sei eine Fusion beider Werke vorgesehen. Die Fusion sei aber wegen der erheblichen strukturellen Unterschiede frühestens für 2012 vorgesehen.

Die beiden diakonischen Werke hätten sich in dem Kooperationsprozess seit dem Jahr 2006 unter anderem auf eine gemeinsame Personalentwicklung, insbesondere bei der Neubesetzung von Leitungsstellen, geeinigt, ergänzte der Landespfarrer. Ein Pilotprojekt stelle der Bereich Eingliederungshilfe in der Behindertenhilfe dar, der von Kassel aus für ganz Hessen verantwortet werde.

Schwerpunkte anwaltschaftlicher Tätigkeit

In seinem Bericht blickte Schwarz auf ein bewegtes Jahr zurück: So wurde auf die Veränderungen der gesellschaftlichen Situation und der Herausforderungen an das DWKW und seine Mitglieder mit internen Umstrukturierungsmaßnahmen reagiert. Dazu sei ein Vorstandsstab Grundsatzfragen und Kommunikation geschaffen worden, mit dem gewährleistet werden soll, dass «das Diakonische Werk auch in Zukunft eine kräftige Stimme in Gesellschaft und Politik für die sein kann, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden», sagte Schwarz.
 
Auch die Bildung der Kleinsten war ein zentrales Arbeitsfeld für das Diakonische Werk. Mit der Kampagne «Entdecker voraus!» habe die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, in der auch das DWKW Mitglied ist, die bestmögliche Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder in den Kindertagesstätten in Hessen gefordert. Dazu müssten die notwendigen materiellen, personellen und zeitlichen Rahmenbedingungen in den Einrichtungen geschaffen und die Arbeitsbedingungen für die sozialpädagogischen Fachkräfte verbessert werden. Die Kampagne wurde mit vielfältigen Aktionen begleitet, so Schwarz weiter. Höhepunkt sei die Teilnahme an der Abschlussveranstaltung in Wiesbaden gewesen, bei der rund 4.000 Erzieherinnen und Erzieher sowie Trägervertreter auf die Missstände aufmerksam machten und der hessischen Landesregierung etwa 25.000 Unterschriften besorgter Eltern überreichten.

Dezernatsbericht

In seinem Dezernatsbericht resürmierte Dr. Schwarz auch die Arbeit im Diakoniedezernat des Landeskirchenamtes. Dort ist u.a. die landeskirchliche Arbeitstelle Migration angesiedelt, die die Arbeit der Aussiedlerseelsorge in den Sprengeln koordiniert und in den kirchlichen und kommunalen Gremien den Dienst in den Gemeinden an Ausländern, Aussiedlern und Asylsuchenden (AAA) vertritt. «Integration ist nicht allein mit der Übersiedlung abgeschlossen. Spezifische Begleitung und eine besondere Seelsorge ist vonnöten, um den Menschen das Ankommen in unserer Kirche und Gesellschaft zu erleichtern», unterstrich  Schwarz. 

Außerdem ging der Oberlandeskirchenrat für Diakonie auf die Arbeit des Zentrums für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst ein. Dieses betreue derzeit über 500 junge Menschen, die in der Landeskirche und in diakonischen Einrichtungen engagiert sind. Dazu gehörten nach seinen Angaben Freiwillige im Freiwilligen Sozialen (165) oder Ökologischen (30) Jahr oder Wehrpflichtige im Zivildienst (320). (24.11.2008)


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Landespfarrer für Diakonie Dr. Schwarz stellte sich den Fragen von medio-Redaktions-
leiter Pfr. Christian Fischer:

Montag: Synode wählt Andreas Bielefeldt zum stellvertretenden Mitglied des Rates der Landeskirche

Hofgeismar (medio). Andreas Bielefeldt (40), Pfarrer in Bendorf, Mitglied des Kirchenkreisvorstandes und stellvertretender Dekan des Kirchenkreises des Eisenberges ist am Montagabend in Hofgeismar von der Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum stellvertretenden Mitglied des Rates der Landeskirche gewählt worden. Der 40jährige folgt auf Pfarrerin Ulrike Börsch (Marburg), die in den Ruhestand getreten und aus dem Rat der Landeskirche ausgeschieden ist. Andreas Bielefeldt ist verheiratet und Vater zweier Kinder. 

Stichwort: Rat der Landeskirche

Der Rat der Landeskirche ist das Verbindungsorgan der kirchenleitenden Gremien. Ihm gehören den Bischof (als Vorsitzender) sowie seine beiden Stellvertreter, die Prälatin und der Vizepräsident an, die Pröpste und Pröpstinnen, der Synodalvorstand (Präses als stellvertretender Vorsitzender des Rates der Landeskirche) sowie sieben Synodale, fünf Laien und zwei Pfarrer. Dabei muss ein Mitglied des Rates der Landeskirche Vertreter der diakonischen-missionarischen Arbeit sein. Der Rat verfügt über weitreichende rechtliche Kompetenzen: So kann er zwischen den Tagungen der Landessynode unter bestimmten Voraussetzungen Rechtsverordnungen erlassen. Er beruft auf Vorschlag des Bischofs u. a. die Stellvertreter des Bischofs, die Pröpste, die Dezernenten des Landeskirchenamtes, die Dekane der Kirchenkreise und entscheidet in Zweifels- und Streitfragen, welche die Kirchenleitungsorgane betreffen. Der Rat der Landeskirche tagt monatlich. (25.11.2008)

2008-11-25 4985


Synode wählt Andreas Bielefeldt zum stellvertretenden Mitglied des Rates der Landeskirche

 

Hofgeismar (medio). Andreas Bielefeldt (40), Pfarrer in Bendorf, Mitglied des Kirchenkreisvorstandes und stellvertretender Dekan des Kirchenkreises des Eisenberges ist am Montagabend in Hofgeismar von der Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum stellvertretenden Mitglied des Rates der Landeskirche gewählt worden. Der 40jährige folgt auf Pfarrerin Ulrike Börsch (Marburg), die in den Ruhestand getreten und aus dem Rat der Landeskirche ausgeschieden ist. Andreas Bielefeldt ist verheiratet und Vater zweier Kinder. 

Stichwort: Rat der Landeskirche

Der Rat der Landeskirche ist das Verbindungsorgan der kirchenleitenden Gremien. Ihm gehören den Bischof (als Vorsitzender) sowie seine beiden Stellvertreter, die Prälatin und der Vizepräsident an, die Pröpste und Pröpstinnen, der Synodalvorstand (Präses als stellvertretender Vorsitzender des Rates der Landeskirche) sowie sieben Synodale, fünf Laien und zwei Pfarrer. Dabei muss ein Mitglied des Rates der Landeskirche Vertreter der diakonischen-missionarischen Arbeit sein. Der Rat verfügt über weitreichende rechtliche Kompetenzen: So kann er zwischen den Tagungen der Landessynode unter bestimmten Voraussetzungen Rechtsverordnungen erlassen. Er beruft auf Vorschlag des Bischofs u. a. die Stellvertreter des Bischofs, die Pröpste, die Dezernenten des Landeskirchenamtes, die Dekane der Kirchenkreise und entscheidet in Zweifels- und Streitfragen, welche die Kirchenleitungsorgane betreffen. Der Rat der Landeskirche tagt monatlich. (25.11.2008)


Montag: Prälatin Alterhoff zum Toten- oder Ewigkeitssonntag: Sterbegeschichten erzählen zugleich von Aufstieg, Aufbruch und Verheißung

Hofgeismar (medio). Mit einem Gottesdienst in der Hofgeismarer Brunnenkirche hat am Montag die Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck begonnen. In ihrer Predigt griff die theologische Stellvertreterin des Bischofs, Prälatin Roswitha Alterhoff die Thematik des gestrigen Toten- oder Ewigkeitssonntag auf. Sterbegeschichten seien letztlich Aufstiegs-, und Aufbruchs- und Verheißungsgeschichten, sagte sie auf die biblische Erzählung vom Tod Moses bezugnehmend.
 
Schwerpunkt der Synode: Bischofsbericht, Reform- und Kooperationsprozess

Schwerpunkte der Beratungen, die voraussichtlich bis zum Donnerstag dauern werden, sind unter anderem der Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein unter dem Titel «Kulturelle Größe», der Diakoniebericht von Oberlandeskirchenrat Landespfarrer Dr. Eberhard Schwarz, der Reformprozess der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Bericht über die aktuelle Finanzsituation der Landeskirche von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel. Zudem stehen die Beratung und Verabschiedung einiger Kirchengesetze an. (24.11.2008)

2008-11-25 4967

Gottesdienst zum Auftakt der Herbsttagung der Landessynode
Prälatin Alterhoff zum Toten- oder Ewigkeitssonntag: Sterbegeschichten erzählen zugleich von Aufstieg, Aufbruch und Verheißung

 

Hofgeismar (medio). Mit einem Gottesdienst in der Hofgeismarer Brunnenkirche hat am Montag die Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck begonnen. In ihrer Predigt griff die theologische Stellvertreterin des Bischofs, Prälatin Roswitha Alterhoff die Thematik des gestrigen Toten- oder Ewigkeitssonntag auf. Sterbegeschichten seien letztlich Aufstiegs-, und Aufbruchs- und Verheißungsgeschichten, sagte sie auf die biblische Erzählung vom Tod Moses bezugnehmend.
 
Schwerpunkt der Synode: Bischofsbericht, Reform- und Kooperationsprozess

Schwerpunkte der Beratungen, die voraussichtlich bis zum Donnerstag dauern werden, sind unter anderem der Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein unter dem Titel «Kulturelle Größe», der Diakoniebericht von Oberlandeskirchenrat Landespfarrer Dr. Eberhard Schwarz, der Reformprozess der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Bericht über die aktuelle Finanzsituation der Landeskirche von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel. Zudem stehen die Beratung und Verabschiedung einiger Kirchengesetze an. (24.11.2008)