Mittwoch: Mittwoch, 26. November 2008 2008-11-26 4990


Mittwoch, 26. November 2008

 
Mittwoch: Landessynode gibt grünes Licht für Prüfung einer verstärkten Kooperation

Hofgeismar (medio). Die Synodalen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck haben am Mittwochabend in Hofgeismar grünes Licht für die Prüfung einer verstärkten Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gegeben. Dies hatte in der vergangenen Woche bereits die Synode der EKHN getan. Den Synodalen lag ein Bericht vor, den die Lenkungsgruppe beider Landeskirchen erarbeitet hatte.

Die Synodalen aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck haben den Bericht nunmehr zustimmend zur Kenntnis genommen und der Lenkungsgruppe den Auftrag erteilt, auf der Frühjahrssynode 2009 erneut zu berichten und - sofern möglich - für insgesamt vier Arbeitsbereiche ein Konzept für eine Zusammenlegung bzw. verstärkte Zusammenarbeit vorzulegen. Diese Konzepte sollen in kleinen Projektsteuerungsgruppen entstehen. Themengebiete sind die Akademiearbeit, Mission und Ökumene, Religionspädagogik sowie die theologische Aus- und Fortbildung. Ein verbindlicher Beschluss zur verstärkten Kooperation ist nach einem intensiven Diskussionsprozess, zu dem auch ein gemeinsamer Studientag der beiden Synoden am 20. Juni 2009 in Marburg gehört, für die Tagungen der Synoden im Herbst 2009 anvisiert.

Der den Synodalen vorliegende Sachstandsbericht basierte auf den Ergebnissen kirchenübergreifender Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themenbereichen. Im Einzelnen wird vorgeschlagen, folgende Maßnahmen zu überprüfen: Die Neugründung einer Evangelischen Akademie in Hessen mit den Akademiestandorten in Hofgeismar und Frankfurt. Mit Blick auf den Bereich «Mission und Ökumene» soll ein Konzept für die Schaffung eines gemeinsamen Ökumenezentrums entworfen werden. Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf die Erarbeitung eines gemeinsamen Entwicklungsplans zu richten, der die gesellschaftlichen Herausforderungen für dieses Handlungsfeld enthält. Im Bereich Religionspädagogik sollen die Kompetenzen der bisherigen Institute beider Landeskirchen in einem gemeinsamen religionspädagogischen Institut mit integrierter regionaler Struktur verbessert werden.

Für die theologische Aus- und Fortbildung soll ein Konzept erstellt werden, das einen Entwicklungsprozess der Kooperation beinhaltet. Es soll demnach geprüft werden, ob in einem ersten Schritt Vikarinnen und Vikare zukünftig zwischen den beiden Seminarausbildungen an den Predigerseminaren in Herborn und Hofgeismar wählen können sollten. Beide Ausbildungen würden dann in beide Kirchen führen. Die Seminare wären durch das gemeinsame Dach einer Stiftung für pastorale Aus- und Fortbildung verbunden.

Die Synode unterstützte den Rat der Landeskirche in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in dieser Position. Die Kirchenleitung in Hessen-Nassau hatte sich demgegenüber dafür ausgesprochen, auf ein Seminar mit gemeinsamer Ausbildungskonzeption, einem gemeinsamen Curriculum und Kollegium, jedoch weiterhin an den zwei bisherigen Orten zuzugehen. (26.11.2008)

2008-11-28 5011

Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Landessynode gibt grünes Licht für Prüfung einer verstärkten Kooperation

 

Hofgeismar (medio). Die Synodalen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck haben am Mittwochabend in Hofgeismar grünes Licht für die Prüfung einer verstärkten Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gegeben. Dies hatte in der vergangenen Woche bereits die Synode der EKHN getan. Den Synodalen lag ein Bericht vor, den die Lenkungsgruppe beider Landeskirchen erarbeitet hatte.

Die Synodalen aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck haben den Bericht nunmehr zustimmend zur Kenntnis genommen und der Lenkungsgruppe den Auftrag erteilt, auf der Frühjahrssynode 2009 erneut zu berichten und - sofern möglich - für insgesamt vier Arbeitsbereiche ein Konzept für eine Zusammenlegung bzw. verstärkte Zusammenarbeit vorzulegen. Diese Konzepte sollen in kleinen Projektsteuerungsgruppen entstehen. Themengebiete sind die Akademiearbeit, Mission und Ökumene, Religionspädagogik sowie die theologische Aus- und Fortbildung. Ein verbindlicher Beschluss zur verstärkten Kooperation ist nach einem intensiven Diskussionsprozess, zu dem auch ein gemeinsamer Studientag der beiden Synoden am 20. Juni 2009 in Marburg gehört, für die Tagungen der Synoden im Herbst 2009 anvisiert.

Der den Synodalen vorliegende Sachstandsbericht basierte auf den Ergebnissen kirchenübergreifender Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themenbereichen. Im Einzelnen wird vorgeschlagen, folgende Maßnahmen zu überprüfen: Die Neugründung einer Evangelischen Akademie in Hessen mit den Akademiestandorten in Hofgeismar und Frankfurt. Mit Blick auf den Bereich «Mission und Ökumene» soll ein Konzept für die Schaffung eines gemeinsamen Ökumenezentrums entworfen werden. Dabei ist ein besonderes Augenmerk auf die Erarbeitung eines gemeinsamen Entwicklungsplans zu richten, der die gesellschaftlichen Herausforderungen für dieses Handlungsfeld enthält. Im Bereich Religionspädagogik sollen die Kompetenzen der bisherigen Institute beider Landeskirchen in einem gemeinsamen religionspädagogischen Institut mit integrierter regionaler Struktur verbessert werden.

Für die theologische Aus- und Fortbildung soll ein Konzept erstellt werden, das einen Entwicklungsprozess der Kooperation beinhaltet. Es soll demnach geprüft werden, ob in einem ersten Schritt Vikarinnen und Vikare zukünftig zwischen den beiden Seminarausbildungen an den Predigerseminaren in Herborn und Hofgeismar wählen können sollten. Beide Ausbildungen würden dann in beide Kirchen führen. Die Seminare wären durch das gemeinsame Dach einer Stiftung für pastorale Aus- und Fortbildung verbunden.

Die Synode unterstützte den Rat der Landeskirche in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in dieser Position. Die Kirchenleitung in Hessen-Nassau hatte sich demgegenüber dafür ausgesprochen, auf ein Seminar mit gemeinsamer Ausbildungskonzeption, einem gemeinsamen Curriculum und Kollegium, jedoch weiterhin an den zwei bisherigen Orten zuzugehen. (26.11.2008)


Mittwoch: Landessynode stellt Weichen für weiteren Reformprozess

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am  Mittwoch die Weichen für eine Fortsetzung und Umsetzung des landeskirchlichen Reformprozesses gestellt. Den 90 Synodalen lag dazu ein Beschlussvorschlag des Rates der Landeskirche vor, der von einer Lenkungsgruppe vorbereitet worden war.

Das Reformpapier widmet sich dabei den Themen Grundversorgung in der Landeskirche (Flächendeckendes Pfarrstellennetz, Kleine Gemeinden, Kirchliche Gebäude), Mission und Mitgliedergewinnung, dem Funktionalen Pfarrdienst, Nichttheologischen Mitarbeitern, der Förderung des Ehrenamtes, der Einführung einer Qualitätskontrolle, einem ökonomischen Spielraum für Innovationen, den Rahmenbedingungen für Kooperationen sowie einer Profilierung der diakonischen Arbeit. 

Beibehaltung des engmaschigen Pfarrstellennetzes bei leichten Reduktionen

Dabei hält die Landessynode an einem flächendeckenden engmaschigen Pfarrstellennetz fest, wobei es bis 2017 eine vorsichtige Ausdünnung um 13 Prozent der bestehenden Pfarrstellen in enger Abstimmung mit den Kirchenkreisen geben soll: So sollen 94 Pfarrstellen reduziert werden, davon 71 bis 75 im Gemeindedienst. Es wird mit Blick auf weitere Beratungen zudem um eine Aussage gebeten, ob eine regelhafte Überprüfung der Pfarrstellenbesetzung sinnvoll ist. Nicht zuletzt für kleine Gemeinden soll es im Rahmen der Neuordnung des Finanzzuweisungsgesetzes eine Grundversorgung (Finanzielle Mindestausstattung je Predigtstelle, Sicherung der sonntäglichen Gottesdienste, Gebäudeunterhaltung sowie für die Kirchspielkosten einer Pfarrstelle wie Pfarramt, Bürohilfe, Gemeindearbeit, Öffentlichkeitsarbeit) geben. Zugleich soll ein projektbezogenes Anreizsystem für Kooperationen und weitergehende Fusionen entwickelt werden.

Überprüfung des Gebäudebestandes – Kirchen werden nicht aufgegeben

Der kirchliche Gebäudebestand wird überprüft. Dabei sollen Kirchengebäude bis auf begründete Einzelfälle nicht aufgegeben werden. Bei Reduzierung oder Wegfall einer Pfarrstelle ist zu prüfen, ob das Pfarrhaus beibehalten wird. Über die mögliche Reduktion von Gemeindehäusern befindet der Kirchenkreis; eine Reduzierung von landeskirchlichen Gebäuden ist ebenso möglich wie die von Kindertagesstätten, sofern der Betriebsvertrag gekündigt ist. Für die Umwidmung oder den Verkauf von kirchlichen Gebäuden soll es ein Beteiligungsverfahren geben. Die Landeskirche hat bereits modellhaft für einige Kirchenkreise ein Gebäudemanagement eingeführt, das in absehbarer Zeit auf die gesamte Landeskirche ausgedehnt werden soll.

Pastoraler Dienst: Kinder, Mission, Ökumene, Kirchenmusik und Kirchenraum

Eine besondere Bedeutung wird im Reformprozess der Landeskirche der sorgfältigen Wahrnehmung des pastoralen Dienstes beigemessen. Dazu gehören die Zuwendung zu Kindern; eine missionarische Gemeindeentwicklung, der ökumenische Dialog und Mitgliederentwicklung, die Pflege der Kirchenmusik und die Beachtung und Förderung der Bedeutung des Kirchenraumes. Zugleich sollen Qualitätsrichtlinien für das kirchliche Handeln erarbeitet werden. Dies wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle für Evaluation der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg geschehen.   

Nachhaltige Förderung des Ehrenamtes und Diakonische Profilierung

Die Landeskirche will zukünftig das Ehrenamt noch mehr als bisher nachhaltig fördern. Dazu soll ein Konzept für die Förderung ehrenamtlicher Mitarbeiter werden, das alle Aspekte von der Gewinnung bis hin zur Anerkennung umfasst. Eine besondere Bedeutung wird hier dem ehrenamtlichen Verkündigungsdienst der Lektoren und Prädikanten beigemessen. Die diakonische Arbeit in der Landeskirche soll auf allen Ebenen profiliert werden: Dazu gehören ebenso eine diakonische Grundversorgung in den Gemeinden wie die Vernetzung der regionalen Aktivitäten. 

Ökonomischer Spielraum für Innovationen soll gemeindliche Arbeit stärken

Bei aller Notwendigkeit zur Haushaltskonsolidieren will die Landeskirche in Zukunft auch ökonomischen Spielraum für Innovationen schaffen, die vor allem die Arbeit in den Kirchengemeinden stärken soll. Erste Ergebnisse der Umsetzung des Reformprozesses sollen der Landessynode Herbst 2009 vorgelegt werden. (26.11.2008)

2008-11-27 5003


Landessynode stellt Weichen für weiteren Reformprozess

 

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am  Mittwoch die Weichen für eine Fortsetzung und Umsetzung des landeskirchlichen Reformprozesses gestellt. Den 90 Synodalen lag dazu ein Beschlussvorschlag des Rates der Landeskirche vor, der von einer Lenkungsgruppe vorbereitet worden war.

Das Reformpapier widmet sich dabei den Themen Grundversorgung in der Landeskirche (Flächendeckendes Pfarrstellennetz, Kleine Gemeinden, Kirchliche Gebäude), Mission und Mitgliedergewinnung, dem Funktionalen Pfarrdienst, Nichttheologischen Mitarbeitern, der Förderung des Ehrenamtes, der Einführung einer Qualitätskontrolle, einem ökonomischen Spielraum für Innovationen, den Rahmenbedingungen für Kooperationen sowie einer Profilierung der diakonischen Arbeit. 

Beibehaltung des engmaschigen Pfarrstellennetzes bei leichten Reduktionen

Dabei hält die Landessynode an einem flächendeckenden engmaschigen Pfarrstellennetz fest, wobei es bis 2017 eine vorsichtige Ausdünnung um 13 Prozent der bestehenden Pfarrstellen in enger Abstimmung mit den Kirchenkreisen geben soll: So sollen 94 Pfarrstellen reduziert werden, davon 71 bis 75 im Gemeindedienst. Es wird mit Blick auf weitere Beratungen zudem um eine Aussage gebeten, ob eine regelhafte Überprüfung der Pfarrstellenbesetzung sinnvoll ist. Nicht zuletzt für kleine Gemeinden soll es im Rahmen der Neuordnung des Finanzzuweisungsgesetzes eine Grundversorgung (Finanzielle Mindestausstattung je Predigtstelle, Sicherung der sonntäglichen Gottesdienste, Gebäudeunterhaltung sowie für die Kirchspielkosten einer Pfarrstelle wie Pfarramt, Bürohilfe, Gemeindearbeit, Öffentlichkeitsarbeit) geben. Zugleich soll ein projektbezogenes Anreizsystem für Kooperationen und weitergehende Fusionen entwickelt werden.

Überprüfung des Gebäudebestandes – Kirchen werden nicht aufgegeben

Der kirchliche Gebäudebestand wird überprüft. Dabei sollen Kirchengebäude bis auf begründete Einzelfälle nicht aufgegeben werden. Bei Reduzierung oder Wegfall einer Pfarrstelle ist zu prüfen, ob das Pfarrhaus beibehalten wird. Über die mögliche Reduktion von Gemeindehäusern befindet der Kirchenkreis; eine Reduzierung von landeskirchlichen Gebäuden ist ebenso möglich wie die von Kindertagesstätten, sofern der Betriebsvertrag gekündigt ist. Für die Umwidmung oder den Verkauf von kirchlichen Gebäuden soll es ein Beteiligungsverfahren geben. Die Landeskirche hat bereits modellhaft für einige Kirchenkreise ein Gebäudemanagement eingeführt, das in absehbarer Zeit auf die gesamte Landeskirche ausgedehnt werden soll.

Pastoraler Dienst: Kinder, Mission, Ökumene, Kirchenmusik und Kirchenraum

Eine besondere Bedeutung wird im Reformprozess der Landeskirche der sorgfältigen Wahrnehmung des pastoralen Dienstes beigemessen. Dazu gehören die Zuwendung zu Kindern; eine missionarische Gemeindeentwicklung, der ökumenische Dialog und Mitgliederentwicklung, die Pflege der Kirchenmusik und die Beachtung und Förderung der Bedeutung des Kirchenraumes. Zugleich sollen Qualitätsrichtlinien für das kirchliche Handeln erarbeitet werden. Dies wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle für Evaluation der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg geschehen.   

Nachhaltige Förderung des Ehrenamtes und Diakonische Profilierung

Die Landeskirche will zukünftig das Ehrenamt noch mehr als bisher nachhaltig fördern. Dazu soll ein Konzept für die Förderung ehrenamtlicher Mitarbeiter werden, das alle Aspekte von der Gewinnung bis hin zur Anerkennung umfasst. Eine besondere Bedeutung wird hier dem ehrenamtlichen Verkündigungsdienst der Lektoren und Prädikanten beigemessen. Die diakonische Arbeit in der Landeskirche soll auf allen Ebenen profiliert werden: Dazu gehören ebenso eine diakonische Grundversorgung in den Gemeinden wie die Vernetzung der regionalen Aktivitäten. 

Ökonomischer Spielraum für Innovationen soll gemeindliche Arbeit stärken

Bei aller Notwendigkeit zur Haushaltskonsolidieren will die Landeskirche in Zukunft auch ökonomischen Spielraum für Innovationen schaffen, die vor allem die Arbeit in den Kirchengemeinden stärken soll. Erste Ergebnisse der Umsetzung des Reformprozesses sollen der Landessynode Herbst 2009 vorgelegt werden. (26.11.2008)


Mittwoch: Entschließung der Landessynode zu Glaubensfreiheit in Kirgistan - Alle Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates erhalten

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Entschließung den Präsidenten der Republik Kirgistan Bakijew dazu aufgerufen, die Glaubensfreiheit in seinem Land zu wahren. Hintergrund ist die geplante Novellierung des kirgisischen Religionsgesetzes, die derzeit dem Präsidenten zur Unterschrift vorliegt. Zuvor war der Gesetzesentwurf vom kirgisischen Parlament verabschiedet worden.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass nur noch Kirchen und Religionsgemeinschaften ab einer bestimmten Mitgliederzahl staatliche Anerkennung und Registrierung erhalten sollen und schränkt die in der Verfassung des Landes grundgelegte Freiheit, den eigenen Glauben privat und öffentlich zu leben, ein. Davon ist die Partnerkirche der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirgistan, unmittelbar bedroht.

Die in 17 kleinen Gemeinden existierende Kirche, die auch dem Lutherischen Weltbund angehört, sieht durch das Gesetz ihre staatliche Registrierung gefährdet. Dabei ist sie seit über 100 Jahren in Kirgisien präsent und engagiert sich in der Jugendarbeit und in der Diakonie und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Wohl der kirgisischen Gesellschaft. Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck appelliert an Präsident Bakijew, «alle Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates zu erhalten», damit die Glaubensfreiheit und auch die staatliche Registrierung für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirgistan erhalten bleibt. (26.11.2008)

2008-11-27 5012


Entschließung der Landessynode zu Glaubensfreiheit in Kirgistan - Alle Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates erhalten

 

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Entschließung den Präsidenten der Republik Kirgistan Bakijew dazu aufgerufen, die Glaubensfreiheit in seinem Land zu wahren. Hintergrund ist die geplante Novellierung des kirgisischen Religionsgesetzes, die derzeit dem Präsidenten zur Unterschrift vorliegt. Zuvor war der Gesetzesentwurf vom kirgisischen Parlament verabschiedet worden.

Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass nur noch Kirchen und Religionsgemeinschaften ab einer bestimmten Mitgliederzahl staatliche Anerkennung und Registrierung erhalten sollen und schränkt die in der Verfassung des Landes grundgelegte Freiheit, den eigenen Glauben privat und öffentlich zu leben, ein. Davon ist die Partnerkirche der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirgistan, unmittelbar bedroht.

Die in 17 kleinen Gemeinden existierende Kirche, die auch dem Lutherischen Weltbund angehört, sieht durch das Gesetz ihre staatliche Registrierung gefährdet. Dabei ist sie seit über 100 Jahren in Kirgisien präsent und engagiert sich in der Jugendarbeit und in der Diakonie und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Wohl der kirgisischen Gesellschaft. Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck appelliert an Präsident Bakijew, «alle Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates zu erhalten», damit die Glaubensfreiheit und auch die staatliche Registrierung für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirgistan erhalten bleibt. (26.11.2008)


Mittwoch: Christian Wachter, Volker Arlt und Christel Ruth Kaiser vertreten weiterhin Landeskirche in EKD-Synode

Hofgeismar (medio). Die Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Mittwoch in Hofgeismar ihre Vertreter für die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bestimmt. Als Theologe wurde Dekan Christian Wachter aus Ziegenhain gewählt. Die Direktorin des Hessisches Diakoniezentrums Hephata in Schwalmstadt, Barbara Eschen, sowie Kirchenrat Dekan Rudolf Schulze aus Melsungen sind Stellvertreter von Christian Wachter in der Syode.

Als nichttheologische Mitglieder der EKD-Synode wurden die Leiterin der Melanchthon-Schule in Steinatal, Oberstudiendirektorin i.K. Christel Ruth Kaiser aus Willingshausen, sowie Volker Arlt (Steuerberater aus Kirchhain) gewählt. Ebenso wie Wachter wurden Kaiser und Arlt in ihrem Amt bestätigt. Die beiden Stellvertreter von Christel Ruth Kaiser sind Sabine Leutiger-Vogel (Ärztin aus Hofgeismar), sowie Oberstudienrätin Ulrike Combé-von Nathusius (Bad Arolsen). Als Stellvertreter für Volker Arlt wurden der Ltd. Forstdirektor Manfred Albus aus Bad Wildungen sowie Personalreferent Dieter Fritz aus Kassel benannt.

2008-11-26 4998


Christian Wachter, Volker Arlt und Christel Ruth Kaiser vertreten weiterhin Landeskirche in EKD-Synode

 

Hofgeismar (medio). Die Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Mittwoch in Hofgeismar ihre Vertreter für die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bestimmt. Als Theologe wurde Dekan Christian Wachter aus Ziegenhain gewählt. Die Direktorin des Hessisches Diakoniezentrums Hephata in Schwalmstadt, Barbara Eschen, sowie Kirchenrat Dekan Rudolf Schulze aus Melsungen sind Stellvertreter von Christian Wachter in der Syode.

Als nichttheologische Mitglieder der EKD-Synode wurden die Leiterin der Melanchthon-Schule in Steinatal, Oberstudiendirektorin i.K. Christel Ruth Kaiser aus Willingshausen, sowie Volker Arlt (Steuerberater aus Kirchhain) gewählt. Ebenso wie Wachter wurden Kaiser und Arlt in ihrem Amt bestätigt. Die beiden Stellvertreter von Christel Ruth Kaiser sind Sabine Leutiger-Vogel (Ärztin aus Hofgeismar), sowie Oberstudienrätin Ulrike Combé-von Nathusius (Bad Arolsen). Als Stellvertreter für Volker Arlt wurden der Ltd. Forstdirektor Manfred Albus aus Bad Wildungen sowie Personalreferent Dieter Fritz aus Kassel benannt.

Als Mitglieder  der sog. Kirchenkonferenz haben zudem Bischof Prof. Dr. Martin Hein und Vizepräsident Dr. Volker Knöppel Rederecht in der einmal jährlich tagenden EKD-Synode. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist mit der Anzahl ihrer Delegierten in der EKD-Synode gegenüber anderen gleichgroßen Kirchen unterrepräsentiert. Diesen Standpunkt haben Bischof und Vizepräsident gegenüber der EKD deutlich gemacht und eine Änderung der Zusammensetzung der EKD-Synode beantragt. (26.11.2008)