Frauen: Frauenbildung

Mitarbeiterinnen der Frauenbildung im Referat Erwachsenenbildung

 

2019-09-24 7218

Referat Erwachsenenbildung
Frauenbildung

(Grafik: Antje Köhler)

Mitarbeiterinnen der Frauenbildung im Referat Erwachsenenbildung

 

Name
  • Diakonin, Diplomsozialpädagogin
  • Sabine Schött
  • Koordinatorin der Frauenbildungsarbeit in der EKKW, Fachreferentin für Frauenbildung
  • 06181 969 1212
  • sabine.schoett@ekkw.de
Name
  • Pfarrerin und Lehrerin für "Dance of Life"
  • Andrea Wöllenstein
  • Fachreferentin für Frauenbildung
  • 06421 983 168
  • andrea.woellenstein@ekkw.de

arrow_forward Linktipp:

Projekt 100 Jahre Frauenwahlrecht(2018)

arrow_forward Linktipp:

Weitere Informationen zur Landesfrauenkonferenz finden Sie hier:

  • Frauen: FRAUEN.MACHT.MUT.

    Unter dieser Thematik feierten am Samstag, den 31. August 2019, 330 Frauen im geschmackvoll dekorierten Festsaal des Hotels „Maritim“ in Fulda den Landesfrauentag der Evangelischen Kirche von Kurhessen – Waldeck.

    Anlass zum Feiern gab das Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“, das bereits das ganze Jahr 2018/2019 in zahllosen Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Frauen.netzwerken“ in der Frauenbildungsarbeit in Kurhessen-Waldeck gewürdigt wurde.

    Trotz der politischen und juristischen Gleichberechtigung werden Frauen überhört bzw. übersehen, wenn es um die paritätische Teilhabe an wichtigen Funktionen und Ämtern in Kirche und Gesellschaft geht.

    Deshalb startete der Landesfrauentag mit einer eindrucksvollen Trommelpercussion unter Anleitung von Angelika Leickel von drumcircle Kassel. Alle 330 Teilnehmerinnen erhielten ein Instrument. Durch das gemeinsame Trommeln wurde mal laut , mal leise geballte Frauenpower hörbar und sichtbar.

    In ihren Grußworten sprachen Frau Oberlandeskirchenrätin Dr. Gudrun Neebe, Leiterin des Dezernats Bildung und Frau Coriena Krönung stellvertretende Leiterin des Frauenbüros Fulda den Anwesenden Mut zu. Frau Dr. Neebe begrüßte ausdrücklich die anwesenden katholischen Schwestern. Sie betonte, dass trotz knapper werdender Ressourcen, Frauen in Solidarität effektiv und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Interessen von Frauen eintreten können.

    Den Festvortrag hielt engagiert Frau Dr. Margot Käßmann. In ihrem Vortrag, der autobiografische Züge hatte, verdeutlichte sie, dass der christliche Glaube nicht auf einer Wohlfühltheologie basiert. Der christliche Glaube stellt nicht den vollendeten, sondern den schwachen, Fehler machenden Menschen in den Mittelpunkt. Den Frauen seiner Zeit begegnete Jesus auf Augenhöhe. Mit seinem Handeln und Reden widerlegt Jesus die Lehre vom strafenden Gott. In ihrem Vortrag setzte sich Dr. Margot Käßmann mit folgenden Fragen auseinander:

    „Was macht Frauen Mut?“ M. Käßmann verwies auf unseren christlichen Glauben, der auf der unermesslichen Liebe Gottes basiert, auf unser familiäres und privates Umfeld, das uns mit Resilienz ausstattet. Dazu gehören, nach Meinung von M. Käßmann, Mut machende Eltern, Freundinnen, Lebenspartner*innen oder das sprichwörtliche Bauchgefühl, dass Frauen erahnen lässt, was jetzt gerade dran ist. Ferner Mut machende  Frauen der Bibel, z. B. die in der Apostelgeschichte erwähnte Purpurhändlerin Lydia, die mit der Taufe ihres Hauses die Grundlage für eine christliche Gemeinschaft in Thyatria / Kleinasien legte. (Apg. 16,14 ff.) In ihren Ausführungen verdeutlichte sie, dass auch die „68 er – Bewegung“ mit ihrer Rebellion Frauen ermutigt hat, ihre Rollenfestlegung als Mutter und Versorgerin kritisch zu hinterfragen und zu verändern.

    „Und wie steht es mit der Macht?“  Obwohl Frauen täglich Verantwortung übernehmen, fremdeln sie doch mit der Macht. Nach Aussage von Margot Käßmann hat der Begriff „Macht“ bei Frauen bis heute einen negativen Beigeschmack, wird doch unterstellt, dass Macht zum Verlust der Weiblichkeit führt. Aktuell kommen zu diesen Bedenken noch Angst vor Häme und Bedrohungen an Leib und Leben hinzu. Andererseits gehört Macht für Frauen aus Politik und Wirtschaft heute zur Normalität, so Margot Käßmann.

    Sie räumte aber ein, dass die meisten Frauen sich allerdings in der „Kirche der Welt“ ehrenamtlich engagieren. Sie haben das Gefühl gebraucht zu werden, gleichzeitig bleibt aber ein fader Beigeschmack, dass ihre Meinung weder gefragt ist, noch gehört wird. Frau Käßmann rief die anwesenden Frauen dazu auf, sich nicht entmutigen zu lassen. Basierend auf Gottvertrauen können und müssen Frauen neue Visionen und Hoffnungsbilder entwickeln. Frauen sollten ihre Macht gebrauchen, um Frauen in prekären Situationen hierzulande und weltweit solidarisch zu helfen.

    Nach dem Festvortrag regte die Musikerin Irene Lochner die Frauen zum Singen von Liedern der Frauenbewegung und der Weltgebetstage an. Nach dem leckeren Buffet strapazierte die Kirchenkabarettistin Sabine Henke als Katharina von Bora mit ihrer Interpretation der „alten“ Geschlechterstereotype die Lachmuskeln der Teilnehmerinnen.

    Der Tag klang harmonisch mit einer von Pfarrerin Gloria Dück gestalteten Andacht aus. Pfarrerin Gloria Dück stellte zwei Mut machende Frauen: Abigail und Tamar aus der hebräischen Bibel, sowie die Kirchenlehrerin und Mystikerin Teresa von Avila in den Mittelpunkt ihrer Andacht. Mit der Kollekte von 2033,45 EURO werden je zur Hälfte das Projekt „KUNZWANA“, der Ausbildungshilfe der EKKW in Simbabwe unterstützt, sowie Franka e.V., ein Projekt der Diakonie Kassel, das sich um Frauen kümmert, die Opfer von Menschenhandel wurden.

    Mit einem Reisesegen traten alle Frauen gestärkt an Leib und Seele ihre Heimreise an.

    2019-09-24 26972

    Landesfrauentag mit Margot Käßmann
    FRAUEN.MACHT.MUT.

    Gesamtbild Referentinnen: (v.l.): Dr. Gudrun Neebe, Gloria Dück, Irene Lochner, Dr. Dr. hc. Margot Käßmann, Sabine Henke, Sabine Schött, Monika I. Pfeifer, Coriena Krönung, Andrea Wöllenstein

    Unter dieser Thematik feierten am Samstag, den 31. August 2019, 330 Frauen im geschmackvoll dekorierten Festsaal des Hotels „Maritim“ in Fulda den Landesfrauentag der Evangelischen Kirche von Kurhessen – Waldeck.

    Anlass zum Feiern gab das Jubiläum „100 Jahre Frauenwahlrecht“, das bereits das ganze Jahr 2018/2019 in zahllosen Veranstaltungen im Rahmen des Projektes „Frauen.netzwerken“ in der Frauenbildungsarbeit in Kurhessen-Waldeck gewürdigt wurde.

    Trotz der politischen und juristischen Gleichberechtigung werden Frauen überhört bzw. übersehen, wenn es um die paritätische Teilhabe an wichtigen Funktionen und Ämtern in Kirche und Gesellschaft geht.

    Deshalb startete der Landesfrauentag mit einer eindrucksvollen Trommelpercussion unter Anleitung von Angelika Leickel von drumcircle Kassel. Alle 330 Teilnehmerinnen erhielten ein Instrument. Durch das gemeinsame Trommeln wurde mal laut , mal leise geballte Frauenpower hörbar und sichtbar.

    In ihren Grußworten sprachen Frau Oberlandeskirchenrätin Dr. Gudrun Neebe, Leiterin des Dezernats Bildung und Frau Coriena Krönung stellvertretende Leiterin des Frauenbüros Fulda den Anwesenden Mut zu. Frau Dr. Neebe begrüßte ausdrücklich die anwesenden katholischen Schwestern. Sie betonte, dass trotz knapper werdender Ressourcen, Frauen in Solidarität effektiv und zielgerichtet für die Bedürfnisse und Interessen von Frauen eintreten können.

    Den Festvortrag hielt engagiert Frau Dr. Margot Käßmann. In ihrem Vortrag, der autobiografische Züge hatte, verdeutlichte sie, dass der christliche Glaube nicht auf einer Wohlfühltheologie basiert. Der christliche Glaube stellt nicht den vollendeten, sondern den schwachen, Fehler machenden Menschen in den Mittelpunkt. Den Frauen seiner Zeit begegnete Jesus auf Augenhöhe. Mit seinem Handeln und Reden widerlegt Jesus die Lehre vom strafenden Gott. In ihrem Vortrag setzte sich Dr. Margot Käßmann mit folgenden Fragen auseinander:

    „Was macht Frauen Mut?“ M. Käßmann verwies auf unseren christlichen Glauben, der auf der unermesslichen Liebe Gottes basiert, auf unser familiäres und privates Umfeld, das uns mit Resilienz ausstattet. Dazu gehören, nach Meinung von M. Käßmann, Mut machende Eltern, Freundinnen, Lebenspartner*innen oder das sprichwörtliche Bauchgefühl, dass Frauen erahnen lässt, was jetzt gerade dran ist. Ferner Mut machende  Frauen der Bibel, z. B. die in der Apostelgeschichte erwähnte Purpurhändlerin Lydia, die mit der Taufe ihres Hauses die Grundlage für eine christliche Gemeinschaft in Thyatria / Kleinasien legte. (Apg. 16,14 ff.) In ihren Ausführungen verdeutlichte sie, dass auch die „68 er – Bewegung“ mit ihrer Rebellion Frauen ermutigt hat, ihre Rollenfestlegung als Mutter und Versorgerin kritisch zu hinterfragen und zu verändern.

    „Und wie steht es mit der Macht?“  Obwohl Frauen täglich Verantwortung übernehmen, fremdeln sie doch mit der Macht. Nach Aussage von Margot Käßmann hat der Begriff „Macht“ bei Frauen bis heute einen negativen Beigeschmack, wird doch unterstellt, dass Macht zum Verlust der Weiblichkeit führt. Aktuell kommen zu diesen Bedenken noch Angst vor Häme und Bedrohungen an Leib und Leben hinzu. Andererseits gehört Macht für Frauen aus Politik und Wirtschaft heute zur Normalität, so Margot Käßmann.

    Sie räumte aber ein, dass die meisten Frauen sich allerdings in der „Kirche der Welt“ ehrenamtlich engagieren. Sie haben das Gefühl gebraucht zu werden, gleichzeitig bleibt aber ein fader Beigeschmack, dass ihre Meinung weder gefragt ist, noch gehört wird. Frau Käßmann rief die anwesenden Frauen dazu auf, sich nicht entmutigen zu lassen. Basierend auf Gottvertrauen können und müssen Frauen neue Visionen und Hoffnungsbilder entwickeln. Frauen sollten ihre Macht gebrauchen, um Frauen in prekären Situationen hierzulande und weltweit solidarisch zu helfen.

    Nach dem Festvortrag regte die Musikerin Irene Lochner die Frauen zum Singen von Liedern der Frauenbewegung und der Weltgebetstage an. Nach dem leckeren Buffet strapazierte die Kirchenkabarettistin Sabine Henke als Katharina von Bora mit ihrer Interpretation der „alten“ Geschlechterstereotype die Lachmuskeln der Teilnehmerinnen.

    Der Tag klang harmonisch mit einer von Pfarrerin Gloria Dück gestalteten Andacht aus. Pfarrerin Gloria Dück stellte zwei Mut machende Frauen: Abigail und Tamar aus der hebräischen Bibel, sowie die Kirchenlehrerin und Mystikerin Teresa von Avila in den Mittelpunkt ihrer Andacht. Mit der Kollekte von 2033,45 EURO werden je zur Hälfte das Projekt „KUNZWANA“, der Ausbildungshilfe der EKKW in Simbabwe unterstützt, sowie Franka e.V., ein Projekt der Diakonie Kassel, das sich um Frauen kümmert, die Opfer von Menschenhandel wurden.

    Mit einem Reisesegen traten alle Frauen gestärkt an Leib und Seele ihre Heimreise an.

    file_download Download:

    Hier können Sie folgende Dateien herunterladen:

    Frauen: Evangelische Frauen in Deutschland

    Das Referat Erwachsenenbildung der EKKW, zu dem die Frauenarbeit gehört, ist Mitglied der EFiD. Die Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) sind ein bundesweiter Dachverband, dem eine Vielzahl von evangelischen Frauenverbänden mit rund drei Millionen Mitgliedern angehören.
    Die EFiD fördert und unterstützt die Arbeit von und mit Frauen in kirchlichen Bezügen. Sie ermutigt Frauen, in der heutigen Welt als Christinnen zu leben. Parteilich, mit frauenspezifisch-theologischer Kompetenz und Sicht setzt die EFiD theologische, spirituelle und ökumenische, sozialdiakonische und politische Impulse.

     

    Frauenthemen sind Querschnittsthemen, die versuchen alle Lebensbereiche aus der Perspektive von Frauen zu betrachten. Daher hat das Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Kooperationspartnerinnen. Diese sind unter anderem:

     

     

     

    2014-11-19 8269

    Kooperationspartnerinnen
    Evangelische Frauen in Deutschland

    Das Referat Erwachsenenbildung der EKKW, zu dem die Frauenarbeit gehört, ist Mitglied der EFiD. Die Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) sind ein bundesweiter Dachverband, dem eine Vielzahl von evangelischen Frauenverbänden mit rund drei Millionen Mitgliedern angehören.
    Die EFiD fördert und unterstützt die Arbeit von und mit Frauen in kirchlichen Bezügen. Sie ermutigt Frauen, in der heutigen Welt als Christinnen zu leben. Parteilich, mit frauenspezifisch-theologischer Kompetenz und Sicht setzt die EFiD theologische, spirituelle und ökumenische, sozialdiakonische und politische Impulse.

     

    Frauenthemen sind Querschnittsthemen, die versuchen alle Lebensbereiche aus der Perspektive von Frauen zu betrachten. Daher hat das Referat Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Kooperationspartnerinnen. Diese sind unter anderem: