Redaktion ekkw.de
Veröffentlicht 29 Nov 2005

Frankfurt a.M. (epd). Mit dem ersten Adventssonntag begann am 27. November das neue Kirchenjahr. Christen feiern in der Adventszeit das Kommen Gottes in die Welt. Nach christlichem Glauben wird Gott in Jesus von Nazareth als Mensch geboren. Jesus Christus wird damit zur Brücke zwischen Gott und den Menschen. Dies ist der Kern der christlichen Heilsbotschaft. In den vergangenen Jahren ist bei vielen Christen die Sehnsucht nach mehr Spiritualität und meditativer Ruhe in der Adventszeit gewachsen. Die Kirchen wehren sich gegen verfrühten Weihnachtsrummel lange vor der Adventszeit. Vorschläge zur Öffnung von Geschäften an den
Adventssonntagen stießen bei den Kirchen auf scharfen Protest.
 
Die Adventszeit ist für Christen die Zeit der Vorbereitung auf die Feier der Geburt Jesu. Um die «stille Zeit» vor Weihnachten hat sich ein reiches Brauchtum entwickelt: Adventskalender und -kränze sowie besondere Speisen, Süßigkeiten und Kirchenlieder zählen dazu. Advent, abgeleitet vom lateinischen «adventus» für Ankunft, und Weihnachten entstanden als christliche Feste erst relativ spät, im 4. bis 5. Jahrhundert.

Die beiden in Deutschland heute am weitesten verbreiteten Bräuche, Adventskranz und -kalender, sind noch relativ jung. Der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern ließ 1839 in dem von ihm gegründeten «Rauhen Haus», einem Heim für verwahrloste Jugendliche, einen großen hölzernen Kranz aufhängen. Dieser trug für jeden Tag bis Weihnachten eine Kerze. Adventskalender wurden erstmals um die Jahrhundertwende in München in größerer Auflage produziert. (29.11.2005)

«Trend in Prozent»

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