«Kurhessen und Waldeck im 20. Jahrhundert»
Zweiter Band zur kirchengeschichtlichen Dokumentation der Landeskirche erschienen

Bergen-Enkheim (medio). Am Dienstag (15.5.) ist in Bergen-Enkheim (Frankfurt am Main) auf einer Pressekonferenz der Band «Kurhessen und Waldeck im 20. Jahrhundert» der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Der Band zur Kirchengeschichte der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck umfasst die Zeit vom Ersten Weltkrieg bis zum Jahr 2000 und wurde von einer 1997 eingesetzten Kommission von Historikern, Theologen und Juristen erarbeitet, teilte die Landeskirche mit. Herausgeber sind die Historiker Prof. Dr. Jochen-Christoph Kaiser von der Philips-Universität Marburg und Prof. Dr. Dr. Rainer Hering vom Landesarchiv Schleswig-Holstein.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein erklärte bei der Präsentation des 668 Seiten starken Buchs, es sei nicht nur «eine schöne Visitenkarte» der Landeskirche. Es gebe angesichts der bevorstehenden Veränderungen der Kirche die notwendige Orientierung über die Weichenstellungen der Vergangenheit. «Zukunft braucht Herkunft», so Hein.

Herausgeber Rainer Hering erklärte, dass es eine vergleichbare Dokumentation der Kirchengeschichte bisher in keiner anderen Landeskirche gebe. Der Band sei ein wichtiger Baustein der Geschichte der Evangelischen Kirche in Deutschland. Historiker-Kollege Jochen-Christoph Kaiser betonte, dass das Werk eine Lücke schließe, denn es fehlten trotz intensiver Erforschung der Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts vor allem «noch immer wichtige Regionalstudien zu einzelnen Landeskirchen».

Das in einer Auflage von 1.500 Exemplaren erschienene Buch soll allen Kirchengemeinden der Landeskirche  kostenlos überlassen und auch für den Religionsunterricht angeboten werden, kündigten die Herausgeber an. Der erste Band der kirchengeschichtlichen Reihe wurde bereits 2006 publiziert und befasst sich mit den Ereignissen vom 19. Jahrhundert bis zum ersten Weltkrieg. Ein dritter Band mit Quellen und Dokumenten soll noch folgen. (15.05.2012)

Linktipp:

Der Band «Kurhessen und Waldeck im 20. Jahrhundert» ist erhältlich beim Verlag Evangelischer Medienverband GmbH unter:

ekkw.de/emv/(...)

Podiumsdiskussion zu konfessionsverbindenden Familien
Bischof Hein diskutiert auf Katholikentag in Mannheim

Mannheim (medio). Am 98. Deutschen Katholikentag vom 16. bis 20. Mai in Mannheim beteiligt sich auch der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. Er diskutiert am Donnerstag (17.5., Christi Himmelfahrt) zusammen mit dem katholischen Bischof der Diözese Rottenburg, Dr. Gebhard Fürst, und weiteren katholischen, evangelischen und orthodoxen Persönlichkeiten auf dem Podium. Das Thema: «Vereint im Leben – noch getrennt beim Herrenmahl. Neue Perspektiven für konfessionsverbindende Familien».

Hein will bei der Diskussion darauf hinweisen, dass gerade Ehepartner, die sich mit der katholischen Kirche stark verbunden fühlen, nur schwer nachvollziehen können, dass die Person, mit der sie ihr Leben teilen, von der Eucharistie ausgeschlossen ist, so der Bischof gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio!». Allerdings hält es Bischof Hein nicht für sinnvoll, die katholische Kirche in dieser Frage unter Druck zu setzen. «Das erzeugt nur Gegendruck», so Hein.

Grundsätzlich begrüßt Hein, dass die katholische Kirche sich in Mannheim auch kritischen Fragen stellt, z.B. zu den Themen Zölibat oder Priesterweihe von Frauen. Seine Teilnahme am Katholikentag versteht Bischof Hein als Zeichen seines Engagements für die Ökumene von Protestanten und Katholiken: «Die einen können nicht ohne die anderen, wir sind aufeinander angewiesen, ob wir das wollen oder nicht. Auch wenn man sich nicht in allen Dingen liebt, gibt es eine große Gemeinsamkeit, und die wächst. Deshalb komme ich gerne auf den Katholikentag», sagte der Bischof. (16.05.2012)

Linktipp:

Informationen zum 98. Deutschen Katholikentag in Mannheim finden Sie unter:

katholikentag.de

Hinweis:

Die Podiumsdiskussion beginnt laut Programmankündigung am 17.5. um 16 Uhr in der alten Turnhalle der Tulla-Realschule (Tullastr. 25) in Mannheim.

Höchste Auszeichnung der Landeskirche
Günther Dreisbach mit Titel «Kirchenrat» geehrt

Kassel (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat Günther Dreisbach (62), Referatsleiter im Landeskirchenamt, im Rahmen einer Andacht im Christuspavillon in Kassel-Wilhelmshöhe den Ehrentitel «Kirchenrat» verliehen. Mit der höchsten  Auszeichnung der Landeskirche wird Dreisbachs «außergewöhnlich großes gesamtkirchliches Engagement» besonders in den Bereichen der Diasporaarbeit und des Prädikantendienstes gewürdigt, teilte die Pressestelle der Landeskirche in Kassel mit.

Im Vorstand des landeskirchlichen Bereichs des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) engagiert sich Günther Dreisbach langjährig als Schatzmeister und Schriftführer. 2007 wurde er dafür mit dem «Bernsteinkreuz», der höchsten Auszeichnung, die das GAW vergibt, geehrt. Seit 1971 wirkte er als Lektor, seit 1994 landeskirchenweit als Prädikant, so die Pressestelle weiter. Im Rahmen dieser Tätigkeit gehörte er dem Redaktionskreis für die «Kasseler Lektorenpredigt» an. Darüber hinaus ist Dreisbach im Bereich der Homiletik und Publizistik tätig, u.a. durch Beiträge in der Publikation «Werkstatt für Liturgie und Predigt». Seine umfangreiche Reihe von Andachten «Unterwegs nach Golgatha. Worte aus den Passionserzählungen» wurde in der Passionszeit 2011 im «Evangeliumsrundfunk» bundesweit gesendet.

Weiterhin engagiert sich Günther Dreisbach vielfältig ehrenamtlich in der Kirchengemeinde Wolfhagen sowie im Kirchenkreis Wolfhagen. Schwerpunkte bilden hier den Angaben zufolge die Bereiche Kirchenmusik und Öffentlichkeitsarbeit. Bis in die 90er Jahre war er Mitglied im Kirchenvorstand, in der Kreissynode, zeitweilig auch im Kirchenkreisvorstand und arbeitet verantwortlich in Ausschüssen mit. Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat er die Schriftleitung des ökumenischen Gemeindebriefes «Unsere Gemeinden. Evangelische und katholische Nachrichten aus Bründersen, Leckringhausen und Wolfhagen» inne. Die Gestaltung des geistlichen Lebens im Landeskirchenamt ist ihm, weit über seine beruflichen Verpflichtungen hinaus, ein großes Anliegen, mit dem er die Kultur des Hauses auch für dessen Gäste prägt und mitträgt, heißt es weiter.

Zur Person

Günther Dreisbach wurde am 12. Mai 1950 in Wolfhagen geboren und absolvierte nach dem Schulabschluss 1966 eine dreijährige Lehre am kirchlichen Rentamt Wolfhagen. Seit 1972 arbeitet Günter Dreisbach im Landeskirchenamt, zuerst als Angestellter in der Haushaltsabteilung. Nach Ablegen der Prüfung für den mittleren Dienst wurde er 1974 in das Kirchenbeamtenverhältnis übernommen. Mit der Übernahme in den gehobenen Dienst 1977 wurde er zum Beamten auf Lebenszeit berufen. Seitdem arbeitete Günter Dreisbach in der Personalabteilung, seit 1985 ist er dort Sachgebietsleiter bzw. Referatsleiter im Range eines Kirchenoberverwaltungsrates (KVOR). Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag in den letzten Jahren in der Durchführung und Gestaltung der Pfarrstellenanpassung. Zum 1. Oktober 2012 tritt Dreisbach in den Ruhestand. (15.05.2012)

Evangelische Kirchengemeinde Altengronau
Pfingstrevue will frischen Wind in Kirche bringen

Sinntal-Altengronau (epd). Mit einer «Pfingstrevue» will die Evangelische Kirchengemeinde Altengronau frischen Wind in die Kirche bringen. Durch ein kontrastreiches, dreistündiges Programm mit Bildern, Musik und Tanz sollen unterschiedliche Generationen und Milieus angesprochen werden, sagte Pfarrer Wolfgang Bromme am Montag in Sinntal.

So träten unter anderem Chöre und Musiker auf, zudem seien die Besucher eingeladen, zu Wiener-Walzer-Klängen auf die Tanzfläche kommen. Während der Pause sowie nach Ende der Vorstellung werde es durch zwei Kirchenfördervereine im Revue-Bistro auch kulinarische Angebote geben, so Bromme weiter.

Da der theologische Sinn von Pfingsten im Vergleich zu Weihnachten und Ostern deutlich weniger Menschen bekannt sei, sei dieses Fest im Hinblick auf die Erwartungen am wenigsten festgelegt, sagte Bromme. Es biete daher eine große Chance, in evangelischer Perspektive vom Heiligen Geist zu reden. Dies solle auf künstlerische Weise wahrgenommen werden.

Die Revue findet am Samstag, 26. Mai, um 19 Uhr und am Sonntag, 27. Mai, um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche in Altengronau statt. Darüber hinaus werde am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag auch zu traditionellen Gottesdiensten eingeladen, ergänzte Bromme. (15.05.2012)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

pfingst-revue.de

Kirchenkreis Eschwege
Bischof Hein übergab «Stalingrad-Madonna» in Hoheneiche

Hoheneiche (medio). Bischof Martin Hein hat am vergangenen Sonntag (06.05.) in einem Gottesdienst in Hoheneiche, Kirchenkreis Eschwege, eine Replik der berühmten «Stalingrad-Madonna» des Malers, Arztes und Pfarrers Kurt Reuber überreicht. Dies teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Kurt Reuber (* 26. Mai 1906 in Kassel, † 20. Januar 1944) war ab dem 01. April 1933 Pfarrer in Wichmannshausen und Hoheneiche. Er wurde 1939 als Truppenarzt eingezogen und ab November 1942 als Arzt in Stalingrad eingesetzt, wo er in Gefangenschaft geriet und 1944 im Kriegsgefangenlager starb, so die Pressestelle.
 
Die sogenannte «Stalingradmadonna» hat Reuber mit Holzkohle auf die Rückseite einer russischen Landkarte gemalt, mit der Umschrift «1942 Weihnachten im Kessel – Festung Stalingrad – Licht, Leben, Liebe». Sie ist heute in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin im Original zu sehen. Bisher hing in der Kirche zu Hoheneiche eine schlichte fotomechanische Reproduktion im Format DINA4. Die von Bischof Hein in Auftrag gegebene Replik ist im Originalformat 105×80 Zentimeter gehalten und gerahmt, so die Pressestelle. Bischof Martin Hein hatte das Geschenk am 28. August 2011 anlässlich eines Gedenkgottesdienstes für die beiden in Hoheneiche geborenen und für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck prägenden Pfarrer Karl Hilmes und Erich Vellmer, angekündigt. (07.05.2012)

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Wortlaut:

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Weitere Informationen über Pfarrer Kurt Reuber finden Sie unter:

wikipedia.org/(...)

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Weitere Informationen über die «Stalingrad-Madonna» finden Sie unter:

wikipedia.org/(...)

Drei Fragen an...
Pfarrer Eckhard Käßmann über die Altersgrenze bei der Kirchenvorstandswahl 2013 und die Chancen der Online-Wahl

Kassel (medio). Pfarrer Eckhard Käßmann ist der Beauftragte der Landeskirche für die Kirchenvorstandswahl 2013 und setzt schon bei den Wahlvorbereitungen neue Impulse. So soll es erstmals in der Geschichte der KV-Wahlen auch eine Möglichkeit zur Onlinewahl im Internet geben. Wie beurteilt Pfarrer Käßmann die Chancen und Risiken einer Online-Wahl? In einem Interview mit der landeskirchlichen Medienagentur «medio!» sprach Käßmann über seine Hoffnung, mit der Onlinewahl auch neue Wählerschichten anzusprechen. Gleichzeitig spricht er von einer «schwierigen Lage», in die die Gemeinden durch das Festhalten an der Altersgrenze von 70 Jahren für die Wählbarkeit in den KV geraten seien. (07.05.2012)

Das Interview führte medio!-Redaktionsleiter Christian Fischer:

medio:
Auf der Frühjahrssynode wurde beschlossen, den neuen Kirchenvorstand auch im Internet wählen zu können. Wie funktioniert die Onlinewahl?

Käßmann:
Neben der Urnen - und Briefwahl stellt der «Klick» von zu Hause (oder wo immer Sie einen Internetzugang haben) eine weitere Wahlmöglichkeit dar.
Und so funktioniert die Onlinewahl:
Mit der Wahlbenachrichtigungskarte bekommen Sie einen Wahlzugangscode zugesandt. Innerhalb einer bestimmten Frist (vom 01.09. bis zum 22.09.2013) kann online gewählt werden. Wahlportal aufrufen, Code eingeben und Stimme abgeben. Nach der Stimmabgabe erhält der Wähler die Zusicherung, dass die Stimme ordnungsgemäß eingegangen ist und gezählt wird. Die Stimmabgabe wird zur Wahrung des Wahlgeheimnisses anonymisiert und das Gesamtergebnis der Onlinewahl in einem verschlossenen Umschlag dem Wahlvorstand zugestellt. Der Wahlvorstand öffnet bei der Stimmauszählung das Kuvert und führt das Gesamtergebnis der Onlinewahl der Stimmauszählung zu.

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«Modern gestaltete Medien statt ermahnender Traktakte»
Bischof Martin Hein besucht die Stiftung Marburger Medien

Marburg (medio). Jürgen Mette, Geschäftsführer der Stiftung Marburger Medien, begrüßte am 04. Mai den Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, im gläsernen Haus der Stiftung Marburger Medien am Schwanhof. Hein war in Begleitung von Propst Helmut Wöllenstein und Dekan Burkhart zur Nieden gekommen, um sich über die Arbeit der Stiftung zu informieren, teilte der Medienbeauftragte des Sprengels Waldeck-Marburg, Karl-Günter Balzer, mit.

Mette erläuterte die Geschichte der Stiftung, die in Verbindung zu den Gründungen der Gemeinschaften von Hebron und Tabor, dem Kinderheim «Bethesda» und der Marburger Bibelschule steht, heißt es in der Mitteilung.  Die Stiftung Marburger Medien selbst sei aus der Marburger Blättermission hervorgegangen. Ihre Aufgabe erläuterte Mette so: «Es geht um die Bezeugung des Glaubens in Verbindung mit Medien».

Von Anfang an sei man dem pietistisch-evangelikalen Glaubensverständnis verbunden gewesen. Während die Blättermission seit der Gründung 1925 in der Friedrich-Naumann-Straße beheimatet war, zog man 2007 an den neuen Standort um. Ein transparentes, modernes und energieeffizientes Gebäude zeige auch die Öffnung gegenüber der Moderne und den Menschen. Auch das Programm änderte sich: Nach wie vor möchte man die Menschen für den Glauben gewinnen. Aber statt ermahnender Traktate biete man heute grafisch modern gestaltete Medien an.

Bischof Hein ging in einer Andacht auf einen Bildausschnitt aus dem Wildunger Altar des Konrad von Soest von 1403 ein: den Apostel mit der Brille. Während des Pfingstfestes schaue dieser nicht mit verzücktem Blick in die Wolken, sondern lese mit der damals gerade erfundenen Sehhilfe die Bibel. Hein folgerte daraus, dass der Heilige Geist nicht abseits von der Heiligen Schrift zu haben ist, berichtet Balzer weiter. Der Geist öffne das Verständnis der Bibel, so Hein. Dazu sei die Fähigkeit des Lesens und Verstehens, also Bildung, nötig, aber auch Bereitschaft, die Medien der jeweiligen Gegenwart zu nutzen. (07.05.2012)

Linktipp:

Die Stiftung Marburger Medien finden Sie im Internet unter:

marburger-medien.de

Festlicher Gottesdienst in Treysa
Bischof Hein ordiniert zehn neue Pfarrerinnen und Pfarrer

Treysa (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat am Sonntag (29.4.) in einem Festgottesdienst in der evangelischen Stadtkirche Treysa (Kirchenkreis Ziegenhain) zehn Theologinnen und Theologen ordiniert. Bei der Ordination assistierten dem Bischof der Direktor des Evangelischen Predigerseminars der Landeskirche in Hofgeismar, Dr. Manuel Goldmann, und die Kirchenvorstandsvorsitzende der Kirchengemeinde Treysa, Christiane Darmstadt. Die Pfarrerinnen und Pfarrer, drei Frauen und sieben Männer, hatten zuvor ein Studium der Evangelischen Theologie absolviert, waren in der zweiten Ausbildungsphase als Vikare in Kirchengemeinden der Landeskirche tätig und ließen sich am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar ausbilden.

Bischof Martin Hein stellte seine Predigt über 2. Korinther 4, 16-18 unter das Motto «Mit Spannungen leben». Vier starke Gegensätze nenne Paulus in diesem Text: «Verfall und Erneuerung, Trübsal und Herrlichkeit, zeitlich und ewig, sichtbar und unsichtbar», so der Bischof. Dies sei immer gleichzeitig in unserem Leben spürbar.

Das «Neue», von dem Paulus spricht, ereigne sich in diesem spannungsvollen Leben. «Wer glaubt, als Christ allen Widrigkeiten und Gefährdungen entronnen zu sein, irrt sich», so Bischof Hein wörtlich. Viele Menschen würden deshalb ermüden. «Burnout» sei ein verbreitetes Symptom, auch unter Pfarrern. Es sei kein leichtes Amt, das die Ordinanden übernähmen. Hein ermutigte sie, mit dem Blick auf Christus produktiv mit den Spannungen des Pfarrberufs umzugehen. Denn trotz aller Veränderungen gelte: «Es ist ein schönes Amt, das auf Sie wartet», so der Bischof. (28.04.2012)

Die Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihren Einsatzorten

Janosz König, Martin-Luther-Kirchengemeinde in Wildeck (1/2 Dienstauftrag), Kirchenkreis Rotenburg
 
David C. Bienert, Oberelsungen, Kirchenkreis Wolfhagen
 
Susanne Leinweber, Asbach, Kirchenkreis Hersfeld
 
Daniel Kallen, Obernburg-Itter, Kirchenkreis Frankenberg
 
Jan-Daniel Setzer, Dörnhagen, Kirchenkreis Melsungen
 
Stefanie Marion Bohn, Buchen (3/4 Stelle), Kirchenkreis Hanau-Stadt
 
Matthias Müller, Kirchlotheim, Kirchenkreis Frankenberg
 
Alexander Ulrich, Schmalkalden, Kirchenkreis Schmalkalden
 
Karin Weigel, Wabern, Kirchenkreis Fritzlar
 
Thorsten-Marco Kirschner, «Theologische Assistenz beim Bevollmächtigten des Rates der EKD bei der BRD und der EU» in Berlin

Impressionen von der Ordination

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Vom 26. bis 28. April:
Frühjahrstagung der Landessynode in Hofgeismar

Hofgeismar (medio). Die 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck trat vom 26. bis 28. April 2012 zu ihrer fünften Tagung im nordhessischen Hofgeismar zusammen. Schwerpunkte der Frühjahrstagung waren der Personalbericht von Prälatin Marita Natt, der Bericht des Dezernenten für Diakonie, Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Schwarz, die Fusion der Diakonischen Werke in Hessen, die Einführung der neuen agendarischen Ordnung «Die Trauung» sowie die Beratung verschiedener Kirchengesetzte und weiterer Berichte. (28.04.2012)

Informieren Sie sich hier über die Tagung:

Linktipp:

Hier finden Sie Meldungen, Berichte und Fotos von der Tagung der Landessynode:

ekkw.de/synode

Seit über 20 Jahren freundschaftliche Beziehungen
Delegation der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia zu Gast in Kurhessen-Waldeck

Kassel (medio). Vom 1. bis zum 5. Mai 2012 besucht eine Delegation der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zu der Delegation der im Libanon und Syrien beheimateten Kirche gehören Prinzipal Bischof Dr. Hazim Ghattas, der Dekan der Theologischen Fakultät an der Universität von Balamand (Libanon) und Abt des dortigen Klosters, Prof. Dr. Abou Mrad sowie ein Theologiestudent der Universität Balamand, teilte die Pressestelle der Landeskirche in Kassel mit.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein hat die Gäste offiziell am 2. Mai im Landeskirchenamt in Kassel empfangen. Bei dieser Gelegenheit ging Bischof Dr. Ghattas in einem Gastvortrag auf die ökumenischen Situation und die politischen Lage im Nahen Osten ein.

Schwerpunkte der weiteren Begegnungen seien Gespräche über die theologische Ausbildung in Hofgeismar, Kassel und Marburg, heißt es weiter. Außerdem werde die Delegation im Kirchenkreis Hanau bei Besuchen in Kirchengemeinden den Austausch von Theologen beider Kirchen in Blick nehmen.

Hintergrund: Freundschaft mit der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia stehen seit 1992 in freundschaftlichen Beziehungen. Zweimal im Jahr trifft sich ein Freundeskreis mit über 50 Personen. Zu den Treffen werden Gäste aus dem Orient eingeladen, Vorträge zu Fragen des religiösen und sozialen Lebens der Rum-Orthodoxen Kirche gehalten und miteinander Gottesdienst gefeiert. Anlässlich des 20jährigen Bestehens der Freundschaft mit der Rum-Orthodoxen Kirche hatte zuletzt im März 2011 eine Delegation der Landeskirche unter der Leitung von Bischof Prof. Dr. Martin Hein das Patriachat in Damaskus und die Theologische Hochschule in Balamand/Libanon besucht. (03.05.2012)

Weitere Impressionen

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Informationen zur Freundschaft finden Sie auf ekkw.de in der Rubrik «Unsere Kirche»:

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Lesen Sie hier die Begrüßungsrede von Bischof Martin Hein im Wortlaut (englisch):

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Lesen Sie hier einen ausführlichen Bericht über den Besuch der Delegation von Oberlandeskirchenrat Prof. Dr. Wilhelm Richebächer im Wortlaut:

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Ortstermin an sozialem Brennpunkt
Bischof Hein informiert sich über Situation am Kasseler Lutherplatz

Kassel (epd). Die Arbeit der Wiener Künstlergruppe «WochenKlausur» auf dem Kasseler Lutherplatz hat nach Ansicht des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, eine Diskussion über Alkoholismus und Drogenmissbrauch in Gang gesetzt. Der Platz gelte als sozialer Brennpunkt und ein Treffpunkt der Trinker- und Drogenszene, sagte Hein am Donnerstag (19.4.) bei einem Besuch der Künstlergruppe.

Es sei noch nie so viel über die Probleme des städtischen Platzes diskutiert worden wie jetzt, ergänzte Stadtdekan Jürgen Renner. Dies habe nur über die Kunst funktionieren können. Die Künstlergruppe hatte für den Platz eine «mobile Sozialarbeit mit Schlichtungsfunktion» vorgeschlagen. Diese würde 60.000 Euro pro Jahr kosten und solle vorerst auf zwei Jahre begrenzt sein (weitere Informationen im Folgeartikel).

Zur Frage einer finanziellen Beteiligung der Kirche an den Kosten der Sozialarbeit äußerten sich Hein und Renner zurückhaltend. «Sozialarbeit ist Aufgabe der Stadt», sagte Hein. Stadtdekan Renner sagte, dass im Zuge der geplanten Umwandlung der Lutherkirche in eine Jugendkulturkirche ein siebenstelliger Betrag investiert werden müsse. Auch die Kosten für die Künstlergruppe von 30.000 Euro würden von der kirchlicher Seite getragen. (19.04.2012)

Konzept soll Platz für alle Nutzer aufwerten
Künstlergruppe will Interessenkonflikt am Kasseler Lutherplatz lösen

Kassel (medio). Die Wiener Künstlergruppe «Wochenklausur» hat in Kassel ihr Konzept zur Verbesserung der Situation am Kasseler Lutherplatz vorgestellt. Auf dem Platz treffen sich regelmäßig Alkohol-und Drogensüchtige. Die Umsetzung des Konzepts, das den Einsatz einer «mobilen Sozialarbeit mit Schlichtungsfunktion» empfiehlt, wurde  vom 16. bis 19. April in einer eigens auf dem Platz aufgestellten Holzhütte mit Vertretern von Stadt und Kirche, Platznutzer und Experten diskutiert, erklärte die 4-köpfige Gruppe im Gemeindehaus am Lutherplatz. Die österreichischen Künstler, die seit 1993 kleine, aber sehr konkrete Vorschläge zur Veränderung gesellschaftspolitischer Defizite entwickeln, sind auf Einladung des Evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel tätig, sagte Heike Schaaf, Öffentlichkeitsreferentin des Stadtkirchenkreises. Finanziert werde das Projekt aus Mitteln der Evangelischen Kirche in Kassel und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und stellt einen Beitrag der Kirche zum Documenta-Jahr 2012 dar, so Schaaf weiter.

WochenKlausur-Konzept: Sozialarbeiter als «Ombuds-Personen» - Kosten könnten von Stadt und Kirche getragen werden

Die Mitglieder der Gruppe hatten im Februar des Jahres eingehend die Verhältnisse vor Ort beobachtet und 80 Einzelgespräche mit Anrainern des Platzes, Verantwortlichen der Stadt und den Suchtkranken selbst geführt. Dabei hätte sich herausgestellt, dass zwischen den verschiedenen Gruppen keine Kommunikation über die Probleme stattfindet, erklärte WochenKlausur-Mitglied Manfred Rainer. Das vorgelegte Konzept sieht für die Verbesserung der Situation den Einsatz einer Sozialarbeiterin und eines Sozialarbeiters für einen Zeitraum von zwei Jahren vor. Beide sollten im Konfliktmanagement spezialisiert und zu je 20 Wochenstunden präsent sein, so Rainer weiter.

Die beiden «Ombuds-Personen» sollen Ansprechpartner für alle Beteiligten sein und Regeln auf dem Platz etablieren können. Zudem soll durch sie eine kompetente Betreuung der suchtkranken Menschen gewährleistet werden, ergänzte Nadja Klement von der WochenKlausur. Die Kosten für die Maßnahmen, die gemeinsam von Stadt und Kirche finanziert werden könnten, schätzte Klement auf 60.000 Euro pro Jahr. Ziel sei eine spürbare Aufwertung des Platzes für alle Nutzer.

Trinkerraum kein Ersatz für Treffpunkt unter freiem Himmel

Ein Trinkraum nach Kieler Vorbild, den die Stadt Kassel bisher vorgesehen hatte, stelle für die Künstlergruppe keinen entsprechenden Ersatz für den Treffpunkt am Lutherplatz unter freiem Himmel dar. Dieser Ansatz würde nur punktuell Abhilfe schaffen, so Manfred Rainer. Eine Ideallösung für das Problem am Lutherplatz gäbe es laut Rainer nicht. Die Gruppe erhofft sich jedoch durch verbesserte Kommunikation schneller einen Konsens zwischen den Beteiligten finden zu können, der spürbar Entlastung schaffen könnte.

Neue Zugangsweise zur Lösung der Interessenkonflikte

Das Projekt am Lutherplatz werde bewusst in der Zeit vor Beginn der Documenta durchgeführt, um in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mit den Ausstellungen der internationalen Kunstschau in Konkurrenz treten zu müssen, sagte Heike Schaaf. Mit dem Zeitfenster im Frühjahr 2012 erhoffe man sich zur rechten Zeit neue Perspektiven und eine neue Zugangsweise zur Lösung der Interessenkonflikte, so die Öffentlichkeitsreferentin. Zum künstlerischen Ansatz der Gruppe erklärte Nadja Klement: «Kunst bewegt sich immer auch im Spannungsverhältnis zwischen Gesellschaft, Politik und Relevanz. Wir sehen uns als Künstler in der Verantwortung, Gesellschaft aktiv mit zu gestalten.» (18.04.2012)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Künstlergruppe finden Sie unter:

wochenklausur.at

Gott und die Frage nach der Gerechtigkeit – Bischof chattete im Internet

Kassel (medio). «Warum geht es oft so ungerecht in der Welt zu?» und «Was kann ich tun, wenn ich selbst ungerecht behandelt werde?» – diesen und weiteren Fragen stellte sich Bischof Prof. Dr. Martin Hein im einstündigen «Bischofschat» mit mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Dienstagabend (17.4.) auf ekkw.de. Dabei erzählten viele Chatter von eigener erlittener Ungerechtigkeit, zum Beispiel in der Familie oder am Arbeitsplatz. Rudi schrieb: «Ich finde meine Eltern total ungerecht»,  
Mona kritisierte: «Ich finde es ungerecht, dass gerade Frauen schlechter entlohnt werden als Männer, obwohl sie gleiches leisten!»

Bischof Hein zeigte sich nachdenklich, fühlte mit den Chattern und ergriff auch klar Position. Die ungerechte Bezahlung von Frauen nannte er «total ungerecht» und verwies darauf, dass in der Kirche eine andere Praxis geübt werde. Bei der Frage nach den ungerechten Eltern, schrieb Hein, dass er sich als Vater immer bemüht habe, nicht ungerecht zu sein, er aber auch die andere Perspektive sehr gut verstehen könne.

Hein: Gottes Gerechtigkeit ist seine Barmherzigkeit

Theologisch interessant wurde es im Chat bei der Frage, ob Gott denn gerecht sei. Dies wurde von mehreren Teilnehmern deutlich verneint, weil er zu viel Ungerechtigkeit und Leid zulasse. Hein entgegnete: «Gott ist ungerecht, weil er barmherzig ist». Auf Rückfragen erläuterte Hein diese These mit Beispielen aus der Bibel und verwies in diesem Zusammenhang auch auf seine eigene Biografie: Beim Jurastudium hätte ihn die Frage der Gerechtigkeit angezogen, später habe er etwas gesucht, was darüber hinausgeht. «Ich bin Theologe geworden, weil ich von der Barmherzigkeit Gottes fasziniert war», so Bischof Hein im Chat. Hein brachte es in dem Gespräch auf die Formel: «Gottes Gerechtigkeit ist seine Barmherzigkeit!»

In der letzten Phase des Gesprächs ging es um das Thema, wie Christen selbst dazu beitragen können, dass es gerechter und damit auch barmherziger zugeht. «Jeden einzelnen Menschen ernst nehmen» – «Nicht alle über einen Kamm scheren» – «Der alten und der jungen Generation gute Chancen geben» - die Teilnehmer gaben sich gegenseitig Tipps, wie sich mehr Gerechtigkeit herstellen lasse. Dabei waren sich alle im Chat einig, dass dazu auch politische Entscheidungen notwendig sind. «Wer hat, kann geben», meinte Bischof Hein im Blick auf die Menschen, die über hohe Einkommen verfügen. Letztlich sei dies aber nur ein Aspekt der Debatte. Hein sagte zum Schluss des Gesprächs: «Gerechtigkeit und Barmherzigkeit - dazwischen spielt sich unser Leben ab. Und in allem gilt Gottes Barmherzigkeit! Wie gut!» (17.04.2012)

Trend in Prozent:

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ekkw.de-Chat:

Chatten Sie mit anderen Besuchern auf ekkw.de! Der Online-Chat ist rund um die Uhr geöffnet und hier erreichbar:

zum Chat...

Chat-Rückblick:

Berichte von früheren Bischofschats finden Sie in der Rubrik «Bischof»:

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